Zürich: Der Heizölpreis wird bis Ende Jahr nicht sinken
Aktualisiert

ZürichDer Heizölpreis wird bis Ende Jahr nicht sinken

Der Heizölpreis ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Panik ist nicht angesagt. Mit dem Kauf muss man aber auch nicht zuwarten.

von
Alex Hämmerli
Rolf Hartl, Geschäftsführer von Swissoil, bezeichnet die Versorgungslage des Heizöls als «total relaxed».

Rolf Hartl, Geschäftsführer von Swissoil, bezeichnet die Versorgungslage des Heizöls als «total relaxed».

Die alte Haushaltsregel, dass der Heizölpreis gegen Ende Jahr jeweils seinen Höhepunkt erreicht, ist überholt. Heutzutage lassen sich die Preise nicht mehr von der Saison ableiten. Dies zeigt die Preisentwicklung der vergangenen zwölf Monate: Im Sommermonat Mai war das Heizöl mit 91,7 Franken pro 100 Liter am teuersten. Im frostigen Dezember 2009 lag der Preis dagegen 20 Franken tiefer.

Derzeit liegt der Heizölpreis bei rund 89 Franken pro 100 Liter (bei einer Bestellmenge von 3000 bis 6000 Liter) – und damit mehr als 7 Fr. über dem Jahresschnitt. «Wir befinden uns in einer kleinen Hausse», sagt Rolf Hartl, Geschäftsführer des Branchenvereins der Brennstoffhändler, Swissoil. «Der Höhenflug des Heizölpreises hat seinen Ursprung an der Währungsfront», erklärt Hartl. Konkret sei der Grund beim schwachen Dollar zu suchen, in dem der Brennstoff gehandelt wird. An weiterhin stark steigende Preise bis Ende Jahr glaubt Hartl nicht. Denn dafür gebe es nur das Szenario, dass die Weltwirtschaft kräftig anziehe. Für sinkende Preise spreche dagegen die Tatsache, dass die Lagerbestände in den USA sehr hoch sind. «Die Versorgungslage ist total relaxed», sagt Hartl. «Dennoch dürfte der Ölpreis bis Ende Jahr nicht mehr merklich sinken.»

Es gilt also: Nicht nur diejenigen, die auf Nummer sicher gehen wollen, dürfen jetzt ihre Tanks auffüllen.

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