Aktualisiert 30.06.2016 20:08

Züri-Fäscht

«Der Himmel brennt» für 850'000 Franken

Am Züri-Fäscht kommendes Wochenende werden 850'000 Franken für die geplanten Feuerwerke in die Luft gejagt. Für Pyrotechniker Joachim Berner ein Betrag, der sich lohnt.

von
D. Rais
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Bei sengender Sonne und stahlblauem Himmel wird gesägt, genagelt und verdrahtet, was das Zeug hält.

Bei sengender Sonne und stahlblauem Himmel wird gesägt, genagelt und verdrahtet, was das Zeug hält.

20 Minuten/Dominique Rais
Auch nach über 35 Jahren in diesem Metier ist Pyrotechniker Joachim Berner (56) vom dem Züri Fäscht stets angespannt. «Feuerwerke, wie wir sie machen, bringen trotz aller Planung auch immer eine gewisse Ungewissheit mit sich», sagt der 56-Jährige.

Auch nach über 35 Jahren in diesem Metier ist Pyrotechniker Joachim Berner (56) vom dem Züri Fäscht stets angespannt. «Feuerwerke, wie wir sie machen, bringen trotz aller Planung auch immer eine gewisse Ungewissheit mit sich», sagt der 56-Jährige.

20 Minuten/Dominique Rais
Jedes Kabel muss richtig verdrahtet sein.

Jedes Kabel muss richtig verdrahtet sein.

20 Minuten/Dominique Rais

Sägen, nageln und verkabeln: Auf einem Boot am Steg der Werft der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) in Wollishofen sind die Aufbauarbeiten für die Züri-Fäscht-Feuerwerke in vollem Gange. Geführt vom Süddeutschen Pyrotechniker Joachim Berner ist ein 20-köpfiges Team tatkräftig am Werkeln – denn am Samstag soll der Nachthimmel über Zürich während jeweils 20 Minuten gleich zweimal funkeln.

Auch nach über 35 Jahren in diesem Metier ist Berner vor dem Züri-Fäscht angespannt. «Feuerwerke, wie wir sie machen, bringen trotz aller Planung immer eine gewisse Ungewissheit mit sich», sagt der 56-Jährige: «Ob es wirklich so ist, wie man es wollte, sieht man erst, wenn das Feuerwerk gezündet wird.»

Eigentlich hat Berner keinen Grund, nervös zu sein, denn er feiert in diesem Jahr bereits sein zehntes Züri-Fäscht als Pyrotechniker. Trotzdem: Die Planung des zweiten Samstag-Feuerwerks «Straight Pyro Rock» stellte für Berner eine spezielle Herausforderung dar. Ausgerechnet ein Schweizer Musiker hat ihm Kopfzerbrechen bereitet.

Der Himmel soll über Zürich brennen

«Ich bin kein Schmuserocker, aber ‹Der Himmel brennt› von Gölä passt unglaublich gut in die Feuerwerk-Show», sagt Berner, der den Titel kurzerhand zum Kernstück des Arrangements machte: «Nur ist es schwieriger, Balladen mit einem Feuerwerk zu synchronisieren.»

Welche weiteren Überraschungen Berner für das Rock-Feuerwerk in Zürich sonst noch so in petto hat, will er nicht sagen. Nur so viel: Nicht nur das zweite Feuerwerk am Samstag, sondern auch das erste sei einen Besuch wert. Letzteres steht unter dem Motto «Märchen und Fantasien», ist mit bekannten Disney- und Märchen-Melodien unterlegt und besonders für Familien und Kinder geeignet.

100'000 Franken mehr für höhere Sicherheit am Fest

Das grösste Schweizer Volksfest bringt in diesem Jahr eine grosse Neuerung mit sich: So wird es erstmals drei statt nur zwei Feuerwerke geben. Grund für diese Anpassung sind die erhöhten Sicherheitsanforderungen in diesem Jahr, da es beim letzten Züri-Fäscht einen zu grossen Andrang entlang des Seeufers gab.

Die zwei Feuerwerke am Samstag bringen nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch mehr Kosten mit sich, wie der Geschäftsführer des Züri-Fäschts, Roland Stahel, sagt. In diesem Jahr werden 850'000 Franken in den Himmel geschossen. Noch 2013 sind es 750'000 Franken gewesen.

1,2 Millionen glückliche Menschen

Doch ist das in Zeiten des Spardrucks nicht eine Geldverschwendung? Solche Diskussionen findet Berner hinfällig: «Allein am Züri-Fäscht 2013 wurden mit den Samstag-Feuerwerken rund 1,2 Millionen Menschen glücklich gemacht.» Doch die glücklichen Menschen in diesem Jahr am Züri-Fäscht bedeutet für ihn auch mehr Aufwand. Vor allem, da eine zeitliche Distanz von mehreren Wochen zwischen der Programmierung der beiden Feuerwerke liegen musste: «Sonst besteht die Gefahr, dass sich Motive und Ideen wiederholen.» Das wollte er in Zürich tunlichst vermeiden.

Nebst der Programmierung sei auch der Aufbau vor Ort nicht ganz ohne. Rund zwanzig Leute werden sechs Tage lang damit beschäftigt sein, die beiden Samstags-Feuerwerke auf fünf Schiffen und vier dazwischen positionierten Plattformen aufzubauen. Die zwei Feuerwerke werden auf den Schiffen zwar räumlich getrennt, trotzdem bestehe immer die Gefahr, dass ein Funke überspringen könne: «Aber ich habe Vertrauen, dass auch in diesem Jahr – wie auch schon in den Jahren zuvor – alles gut gehen wird.»

Joachim Berner (56) arbeitet seit 1980 als Pyrotechniker. Bei rund 100-120 Feuerwerke pro Jahr ist es schwierig Highlights zu benennen, sagt er: «Jedoch sind oft die kleineren Feuerwerke vor besonderer Kulisse, jene die in Erinnerung bleiben.»

Die drei Züri-Fäscht-Feuerwerke

«The Bright Side of the World»vom italienischen Pyrotechniker Antonio Parente Freitag, 1. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Samstag, 2. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Sonntag, 3. Juli 2016 um 1.30 Uhr

«The Bright Side of the World»vom italienischen Pyrotechniker Antonio Parente Freitag, 1. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Samstag, 2. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Sonntag, 3. Juli 2016 um 1.30 Uhr

«The Bright Side of the World»vom italienischen Pyrotechniker Antonio Parente Freitag, 1. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Samstag, 2. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Sonntag, 3. Juli 2016 um 1.30 Uhr

«The Bright Side of the World»vom italienischen Pyrotechniker Antonio Parente Freitag, 1. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Samstag, 2. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Sonntag, 3. Juli 2016 um 1.30 Uhr

«The Bright Side of the World»vom italienischen Pyrotechniker Antonio Parente Freitag, 1. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Samstag, 2. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Sonntag, 3. Juli 2016 um 1.30 Uhr

«The Bright Side of the World»vom italienischen Pyrotechniker Antonio Parente Freitag, 1. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Samstag, 2. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Sonntag, 3. Juli 2016 um 1.30 Uhr

«The Bright Side of the World»vom italienischen Pyrotechniker Antonio Parente Freitag, 1. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Samstag, 2. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Sonntag, 3. Juli 2016 um 1.30 Uhr

«The Bright Side of the World»vom italienischen Pyrotechniker Antonio Parente Freitag, 1. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Samstag, 2. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Sonntag, 3. Juli 2016 um 1.30 Uhr

«The Bright Side of the World»vom italienischen Pyrotechniker Antonio Parente Freitag, 1. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Samstag, 2. Juli 2016 um 22.30 Uhr vom deutschen Pyrotechniker Joachim Berner Sonntag, 3. Juli 2016 um 1.30 Uhr

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