Heiss, heiss, heiss: Der Hitzerekord wird zweimal gebrochen
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Heiss, heiss, heissDer Hitzerekord wird zweimal gebrochen

Dieses Wochenende wird es heiss, sehr heiss. Die bisherigen Temperatur-Rekorde werden purzeln. Experten warnen: Im Stau stehen - und das tun zurzeit viele - kann gefährlich werden.

von
feb

Es ist heiss in der Schweiz und es wird noch heisser werden. Ivo Sonderegger von MeteoNews prophezeite bereits am Morgen: «Am Freitagnachmittag wird der bisherige Hitzerekord des Jahres 2010 gebrochen.» Dieser betrug aufgerundete 33 Grad und wurde letzte Woche in Basel aufgestellt. Und tatsächlich: Am Abend meldeten meldeten die Wetterdienste für Chur 34,0 Grad.

Laut SF Meteo war es aber auch im Norden des Kantons Aargau heiss: Beim Kernkraftwerk Leibstadt wurden ebenfalls 34 Grad gemessen. Werte von 33 Grad oder mehr gab es unter anderem in Basel, Sitten, Visp, Genf und Grenchen SO, wie SF Meteo und MeteoNews mitteilten. Weniger warm war es im Kanton Zürich und in der Zentralschweiz. Wolkenfelder, die die Sonne zeitweise verdeckten, waren der Grund dafür. Die Temperaturen stiegen verbreitet auf rund 31 Grad.

Sonnig wird es auch am Samstag bleiben. «Es gibt einen schwülen und warmen Tag», sagt Sonderegger. Und der Hitzerekord vom Freitag soll bereits einen Tag später gebrochen werden. «Im Aargau, in Basel und in Zürich erwarten wir am Samstag 34 Grad.» Diese Rekordwerte könnten an gewissen Orten laut Sonderegger gar noch übertroffen werden. Am Nachmittag kommen einige Quellwolken auf und es wird lokal gewittern.

Willkommene Abkühlung am Sonntag

Der Sonntag wird wechselhaft. «In der ganzen Schweiz gewittert es gelegentlich, der Regen sorgt für eine willkommene Abkühlung», so Experte Sonderegger von Meteonews. Er macht darauf aufmerksam, dass die Ozongrenzwerte jeweils am Nachmittag während des ganzen Wochenendes überschritten werden. Am Freitag wurde nach Angaben der der Bau-, Planungs- und Umweltschutzdirektorenkonferenz (BPUK) an der Messstelle in Lugano eine Konzentration von 210 Mikrogramm/Kubikmeter registriert, in Chiasso 207 und in Medrisio an der Autobahn A2 229 Mikrogramm. In Dübendorf ZH waren es 206 Mikrogramm. Deshalb rät Sonderegger sportliche Aktivitäten nur am Morgen auszuüben. Weiter soll viel getrunken werden; die Haut vor der Sonne zu schützen gehört ebenfalls dazu (mehr Tipps finden Sie in der Bildstrecke).

Das Stauwochenende hat begonnen

Unbedingt genug getrunken werden muss auch im Stau - bei grosser Hitze verunglücken nämlich viele Autofahrer infolge von Herz-Kreislauf-Störungen. Familien raten Experten frühmorgens oder nachts zu fahren. Dann sind die Temperaturen tiefer und die Staus kürzer. Am Gotthard stehen die Autos bereits am Freitagnachmittag um Schlange. «Richtung Süden sind es sieben Kilometer, im Norden ist die Schlange kürzer», sagt Viasuisse-Stauprognostiker Stefan Sonderegger. Zurzeit muss Richtung Süden mit Wartezeiten von gegen zwei Stunden gerechnet werden. Die Wartezeiten werden aber länger werden. Noch etwas länger müssen sich die Lastwagen-Fahrer gedulden. Weil im Gotthard-Tunnel die Feinstaub-Werte zur Zeit sehr hoch sind, werden die Lastwagen von beiden Seiten aufgehalten und müssen mindestens zwei Stunden warten.

Wie schützen Sie sich vor der Hitze? Senden Sie uns bitte Ihre Tipps. (feb/sda)

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