Zoologie: Der Höhlenschwimmer von Atlantida

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ZoologieDer Höhlenschwimmer von Atlantida

Sie haben Antennen statt Augen und drei Paar mächtiger Klauen. Auf der Vulkaninsel Lanzarote haben deutsche Forscher einen bislang unbekannten räuberischen Grottenkrebs entdeckt. Die Forscher entdeckten auch zwei neue Arten von Ringelwürmern.

Bei der Tauchexpedition zur Erkundung eines Höhlensystems stiess das Team der Tierärztlichen Hochschule Hannover auf zwei neue Arten von Ringelwürmern und einen unbekannten Grottenkrebs.

Die Wissenschaftler berichten in einer Sonderausgabe des Fachblatts «Marine Biodiversity» (Bd. 39, S. 153- 225) über ihre Entdeckungen.

Antennen statt Augen

Die räuberischen Grottenkrebse besitzen statt Augen lange Antennen. Damit können sie in dunklen Meereshöhlen alle Richtungen ertasten. Ihr Kopf ist mit drei Paaren mächtiger Fangarme ausgestattet, wobei das erste Paar auch Giftklauen hat.

Die neu entdeckte Art wurde nach dem Höhlensystem benannt, in dem sie lebt. Sie trägt den Namen Speleonectes atlantida, übersetzt etwa «Höhlenschwimmer von Atlantida».

Die Grottenkrebse zählen nach Auskunft der Hochschule zu den bemerkenswertesten zoologischen Funden der vergangenen drei Jahrzehnte. Die ersten Exemplare dieser Krebstiergruppe wurden 1979 während eines Tauchgangs in einem Höhlensystem auf Grand Bahama entdeckt, einer Insel des Bahamas-Archipels. Insgesamt sind 22 Arten bekannt.

Namen wie Ringelwürmer

Die ebenfalls bislang unbekannten vielborstigen Ringelwürmer gehören zu den Familien der Nerillidae und der Sylliden, wie Stefan vom Institut für Tierökologie und Zellbiologie erklärte. Sie bekamen die wissenschaftlichen Namen Meganerilla cesari («Grosse Nerilla des Caesar») und Sphaerosyllis iliffei («Runde Syllis des Iliffe»).

(sda)

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