Schizophrener Border Collie: Der Hund im falschen Job
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Schizophrener Border CollieDer Hund im falschen Job

Er ist der wohl schlechteste Hütehund, den es gibt. Denn Ci hat Angst vor Schafen. Anstatt ihnen zu zeigen, wo es lang geht, lässt er sich von den blökenden Tieren jagen.

von
fvo

(Quelle: Youtube/<a href="http://www.youtube.com/watch?v=p_YeruxPa_E" target="_blank">jimmiwiththeash</a>)

Der vierjährige Border-Collie-Mischling, der im Süden Englands auf einer Schaffarm lebt, kann nicht tun, wozu er eigentlich geboren wurde. Gemäss Besitzerin Jane Lippington leidet Ci an einer gespaltenen Persönlichkeit. Sein Instinkt treibe ihn zwar immer wieder zu den Schafen, und er scheine sie gar in die richtige Formation bringen zu wollen. Doch sobald er ihnen zu nahe kommt oder wenn sie sich in seine Richtung drehen, gerät Ci in Panik und er macht sich aus dem Staub, schreibt das britische Nachrichtenportal «Metro».

Somit jagen letztendlich eher die Schafe den Hirten, anstatt umgekehrt. Trotzdem hat Lippington eine Methode gefunden, bei der sie mit ihrem Hund als Team arbeiten kann. Allerdings muss sie selbst dabei viel mehr verrichten. Es klappt nämlich nur, wenn Lippington als erste hinter die Tiere steht und sie vor sich her scheucht. Sind die Schafe erst einmal in Bewegung, traut sich auch Ci ran und treibt mit. Natürlich nur, bis er sich wieder über ein blökendes Gesicht erschreckt.

Dass der Hund abdüst, wenn ihn die Angst packt, ist wahrscheinlich ein weiser Entscheid. «Schafe können sehr aggressiv werden, wenn sie sich überlegen fühlen. Dann stampfen sie mit den Füssen, gruppieren sich und verhalten sich wie eine Armee», so Lippington. Wer weiss, vielleicht wurde das Trauma genau so ausgelöst, als Ci noch ein Welpe war.

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