Erst Qualzucht, dann Krebs - «Der Hund konnte nichts mehr in den Mund nehmen»
Publiziert

Erst Qualzucht, dann Krebs«Der Hund konnte nichts mehr in den Mund nehmen»

Rambo, eine Französische Bulldogge, leidet: Nach der Befreiung aus einer Qualzucht folgt eine Krebsdiagnose. Dem nicht genug, gerät sein Besitzer in Geldnot und kann sich die Chemotherapie nicht leisten.

von
Vincent Vogler
1 / 6
Die zweijährige Französische Bulldogge Rambo hatte es bisher nicht leicht. 

Die zweijährige Französische Bulldogge Rambo hatte es bisher nicht leicht.

Edith Zellweger
Sein jetziger Besitzer bekam ihn zwar aus einer Qualzucht,... 

Sein jetziger Besitzer bekam ihn zwar aus einer Qualzucht,...

Edith Zellweger
…doch leider wurde danach beim jungen Hund Krebs im Oberkiefer diagnostiziert. 

…doch leider wurde danach beim jungen Hund Krebs im Oberkiefer diagnostiziert.

Edith Zellweger

Darum gehts

  • Die Französische Bulldogge Rambo geht einen steinigen Weg: Er wurde in einer Qualzucht geboren und hat nun Krebs.

  • Sein Besitzer kann seine Behandlung nicht finanzieren.

  • Tierschützerin Edith Zellweger ermöglichte dem Hund nun erste Chemotherapien.

  • Sie sucht Spenden, um auch weitere Behandlungsschritte realisierbar zu machen.

«Der Besitzer wünscht sich von Herzen, dass der Hund leben kann», sagt Edith Zellweger, Präsidentin der Zellweger Animal Foundation (ZAF). Kürzlich bekam die Tierschützerin einen verzweifelten Hilferuf aus dem Kanton St. Gallen. Es geht um eine zweijährige Französische Bulldogge, die ein trauriges Schicksal erleiden musste. Rambo, wie der Hund genannt wird, sei seinem Besitzer aus einer Qualzucht abgegeben worden. Doch statt eines glücklichen Neuanfangs für den jungen Hund kam kurze Zeit nach der Übernahme die nächste Hiobsbotschaft: Rambo hat Krebs am Oberkiefer.

«Zwei Zähne mussten ihm gezogen werden und er konnte nichts mehr in den Mund nehmen», sagt Zellweger. So schlimm der Anblick für den Besitzer gewesen sei, die Behandlung sei teuer und der Besitzer habe seit März keinen Lohn mehr von seinem Arbeitgeber erhalten. Die Arztkosten für Rambo könne er aus diesem Grund nicht stemmen. Daher der Hilferuf an Zellweger. Diese habe sich mit dem Besitzer zusammengesetzt und sich der Sache angenommen. «Unsere Stiftung klärt in solchen Fällen ab, wie es dem Tier geht und ob wirklich eine Zahlungsunfähigkeit besteht», so Zellweger. Das sei hier der Fall. Nun ist das Ziel klar: Rambo soll geheilt werden.

Rambo bekommt Chemo

Um dieses Ziel zu erreichen, packt die Tierschützerin nicht nur finanziell mit an, sondern versucht auch sonst zu helfen, wo sie kann: «Ich bin in den letzten Wochen von Tierarzt zu Tierarzt gegangen und habe förmlich um eine vergünstigte Behandlung gebettelt», sagt sie. Tatsächlich sei ihr eine Tierklinik finanziell etwas entgegengekommen. Eine gute Nachricht für den jungen Hund: Er bekam in den letzten Wochen erste hochdosierte Bestrahlungen.

«Die Behandlung hat glücklicherweise angeschlagen und der Tumor ist stark zurückgegangen», sagt Zellweger erleichtert. Rambo könne nun wieder Dinge in den Mund nehmen und springe herum wie ein junges Reh. In Zukunft seien noch vier Chemotherapien und eine weitere Bestrahlung geplant. «Man muss aber realistisch bleiben, der Tumor kann mit dieser Methode leider nicht vollständig geheilt werden», fügt die Tierschützerin an. Sie versuche den Krebs parallel mit alternativer Medizin gänzlich zu beseitigen. Aber dennoch: Das Leben der Französischen Bulldogge wurde vorerst verlängert.

Spenden gesucht

Auf Zellweger wartet nun, trotz Rabatt, eine dicke Rechnung: Über 3000 Franken habe sie für die Behandlung schon bezahlt. Weitere hohe Rechnungen könnten noch folgen. Nicht einfach für die kleine Stiftung. Um die Weiterführung von Rambos Krebstherapie zu sichern, hat Zellweger einen Spendenaufruf auf Facebook gestartet. Ihr Beitrag wurde online bereits rund 50 Mal geteilt, es gingen aber erst 400 Franken an Spenden ein. Die Tierschützerin hofft weiterhin auf Unterstützung, damit Rambo und anderen Tieren in Not auch in Zukunft geholfen werden kann.

Möchtest du spenden?

Möchtest du die Zellweger Animal Foundation unterstützen? Unter der folgenden Bankverbindung nimmt die Stiftung Spenden entgegen:

Zellweger Animal Foundation ZAF9465 Salez SG

IBAN CH33 0900 0000 1504 4509 7

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

24 Kommentare