Affäre am RSR: Der hungernde Pädophilen-Jäger

Aktualisiert

Affäre am RSRDer hungernde Pädophilen-Jäger

Der gekündigte Informatiker von Radio Suisse Romande (RSR) ist im Hungerstreik - bis zu seiner Wiederanstellung. Die Solidarität mit dem Radio-Angestellten, der über die Kinderporno-Bilder seines Chefs plauderte, wächst.

Die Menschliche Kette für Jorge Resende (erster von links)

Jorge Resende, der Informatiker, der einen pädophilen Skandal beim RSR entdeckt, kommuniziert und protestiert an allen Fronten. (20minuten online berichtete). Der 46-Jährige, der den Kinderporno-Konsum eines hohen Radionmitarbeiters publik macht, und wegen «Verstoss gegen Gebote der Vertraulichkeit» entlassen wurde, steht seit 14 Tagen im Hungerstreik.

Gestern haben 150 Personen eine Menschen-Kette als Akt der Solidarität mit Resende vor dem Radiogebäude gebildet.

Die Menschenkette ist aber nur ein Teil seiner Öffentlichkeitsarbeit. Der gebürtige Portugiese hat die Publizität der EM genutzt um zahlreiche Journalisten aus seinem Heimatland zu informieren. Und Resende will auch nach dem Finale nicht abbrechen lassen. Er will während der Open-Air Saison in der Westschweiz die Leute weiter sensibilisieren.

Der Informatiker wirkt entschlossen wie am ersten Tag nach seiner Entlassung. Er erklärt gegenüber 20Minutes Online: «Ich werde meinen Hungerstreik weiterführen, bis ich wiederangestellt bin.» Dies sei für ihn eine Frage der Ehre. Von der Untersuchung, die von Experten geführt ist und bis Ende Jahr (!) dauern soll, erwartet er nichts mehr. Eine Petition zu seiner Wiedereinstellung, die Resendes Freunde online gestellt haben, zählt schon 1'500 Unterschriften. Der Kinderporno-Konsument aus der Chefetage des öffentlich-rechtlichen Radiosenders ist zwar beurlaubt aber immer noch im Amt.

Die Solidarität wächst für Jorge Resende:$$VIDEO$$

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