Riesige Nachfrage: Der iPhone-Wahnsinn hat begonnen
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Riesige NachfrageDer iPhone-Wahnsinn hat begonnen

Noch ist das iPhone 5 nicht verfügbar, doch die Vorbestellungen im Ausland brechen bereits Rekorde. Wie kommt man in der Schweiz schnell zum neuen Apple-Gadget?

von
dsc

Wer sich nicht für Smartphones interessiert, macht gerade eine schwere Zeit durch. Das neue iPhone sorgt seit seiner Enthüllung am Mittwoch für Schlagzeilen und für Diskussionsstoff. Zwar hat es noch kaum jemand in den Händen gehalten, doch die Meinungen scheinen bereits gemacht.

Laut offizieller Ankündigung ist das iPhone 5 in der Schweiz ab dem 28. September verfügbar. Zwei Wochen vor dem offiziellen Verkaufsstart zeichnet sich eine riesige Nachfrage ab. Weil der Verkauf nach Ländern gestaffelt erfolgt, dürfte auch ein schwunghafter Grauhandel zum Laufen kommen.

Einen Vorgeschmack bietet die Situation in den USA und in Deutschland, wo das neue iPhone seit heute Freitag vorbestellt werden kann - eine Woche vor dem Verkaufsstart der ersten neun Länder (21. September).

In 60 Minuten alles weg

Aus Amerika erreichen uns Meldungen, wonach die die Websites von Apple und weiteren Anbietern vorübergehend in die Knie gezwungen wurden. Punkt Mitternacht gingen die Vorbestellungen los, 60 Minuten später war der Vorrat für Vorbesteller bereits ausverkauft.

Das sei absoluter Rekord, berichtet der Blog TechCrunch. Im Vergleich mit den letztjährigen Vorbestellungen für das iPhone 4S sei dies 20 mal schneller passiert. Laut Angaben auf der amerikanischen Apple-Website ist das neue iPhone nun in zwei Wochen versandfertig ...

Flirt-Hotline statt Vorbestellung

Auch die deutsche Telekom hatte heute mit Problemen zu kämpfen. Seit 9 Uhr sind Vorbestellungen möglich, wegen des Ansturms werden Besucher der Telekom-Website um Geduld gebeten.

Bei den treuen Apple-Fans musste sich der grösste deutsche Mobilfunkanbieter aus einem anderen Grund entschuldigen. Im Vorfeld konnten sie ein sogenanntes «Premieren-Ticket» erstehen, um heute bei der telefonischen Vorbestellung als erstes «bedient» zu werden.

Doch das Angebot ging tüchtig in die Hose, wie «Spiegel Online» berichtet. Statt mit einem iPhone-Verkäufer wurden die Anrufer mit einem Dating-Service verbunden. Schuld war eine falsche Ziffer in der angegebenen Telefonnummer.

Und die Schweiz?

Doch auch die Schweizer iPhone-Interessenten hatten heute mit Ärger zu kämpfen. Die auf der Apple-Website angegebene Service-Nummer war während Stunden «besetzt». Dabei wäre auch kaum mehr zu erfahren gewesen, als dass der Starttermin für die Vorbestellungen noch nicht bekannt gegeben wird.

Vieles deutet darauf hin, dass dies am 21. September (ab 9 Uhr, wie in Deutschland?) möglich sein wird. Dann dürften auch die Schweizer Preise kommuniziert werden. Das frühe Ordern hat jedoch seine Tücken. Wer nicht zu den Ersten auf der Liste gehört, tappt rasch in die Vorbestell-Falle (20 Minuten Online berichtete). Als Vorbesteller wartet man eventuell mehrere Wochen auf die Lieferung, während Shop-Käufer mit dem richtigen Timing rasch vor Ort von einer Nachlieferung profitieren.

Die Qual der Wahl

Ab dem 21. September wird das iPhone 5 bei Apple selbst, im Online-Store sowie in den Apple-Läden in Genf, Wallisellen (Glattzentrum) und Zürich verkauft. Daneben gibt es die von Apple autorisierten Verkaufspartner (Reseller). Dazu gehören die Schweizer Mobilfunkbetreiber Orange, Sunrise und Swisscom sowie andere «Wiederverkäufer» wie Elektronik-Detailhändler.

20 Minuten Online hat sich beim Chefredaktor des Online-Magazins macprime.ch, Stefan Rechsteiner, schlau gemacht. Seine Antwort: «Am schnellsten geht es bestimmt, wenn man bei Apple oder einem der Provider vorbestellt und/oder am 28. September schon früh vor den Apple Stores und Shops sowie den (grösseren) Provider-Filialen ansteht.»

Wer gerne seinen «Mac-Händler des Vertrauens» unterstütze, dürfte am besten fahren, wenn man da frühzeitig nach den Verfügbarkeiten frage. «In den letzten Jahren wurden die Händler leider jeweils zum Start mit nur wenigen Geräten ausgestattet.»

Nano-SIM-Karte?

Wer sich das iPhone 5 vor dem Schweizer Verkaufsstart im Ausland «organisiert», muss sich wegen der Nano-SIM-Karte etwas einfallen lassen. Im neuen Apple-Handy findet nur diese verkleinere SIM-Karte Platz. Und die ist laut Swisscom erst zum Schweizer Verkaufsstart erhältlich. «Wir können die Verfügbarkeit von Nano-SIM-Karten erst zu dem Zeitpunkt garantieren, ab dem das iPhone 5 über uns vertrieben wird», heisst es auf Anfrage von 20 Minuten Online.

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