Reaktionen: Der Iran begrüsst - Russland hofft
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ReaktionenDer Iran begrüsst - Russland hofft

Weltweit erreichen den neuen Präsidenten der USA die Gratulationen. George W. Bush wünscht Obama eine vergnügliche Zeit im Weissen Haus. Russland hofft auf bessere Zusammenarbeit. Teheran begrüsst den Sieg Obamas.

Der Iran hat die Wahl Barack Obamas zum neuen US-Präsidenten als Triumph über die Politik von Amtsinhaber George W. Bush gewertet. Die amtliche Nachrichtenagentur IRNA zitierte den prominenten Abgeordneten Gholam Ali Haddad Adel mit den Worten, Obamas Sieg zeige, dass die Amerikaner von Bush und dessen republikanischer Partei genug hätten. Die staatliche Zeitung «Iran» schrieb, der Wahlsieg Obamas stelle Bushs Unilateralismus und die Kriege im Irak und in Afghanistan als Desaster bloss.

Medwedew hofft auf bessere Zusammenarbeit

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hofft nach dem Sieg von Barack Obama auf eine Verbesserung der derzeit schwer beschäftigten Beziehungen zu den USA. In seiner Rede zur Lage der Nation gratulierte er aber dem neugewählten US-Präsidenten am Mittwoch nicht zu seinem Erfolg. Er sprach aber die Hoffnung aus, dass Obamas Regierung «sich für vollwertige Beziehungen mit Russland entscheidet».

Glückwunsch vom Bundesrat

Bundespräsident Pascal Couchepin hat am Mittwoch im Namen des Bundesrates Barack Obama offiziell zum Wahlsieg gratuliert. In dem Schreiben zeigte er sich zuversichtlich, dass die sehr guten bilateralen Beziehungen weiter vertieft werden können.

Mit grosser Freude überbringe er ihm die aufrichtigen Glückwünsche der Schweizer Regierung. Er wünsche ihm viel Erfolg in diesem bedeutenden Posten und der US-Bevölkerung weiterhin gutes Wohlergehen, hiess es in dem von Couchepin unterzeichneten, kurzen Brief.

McCain gratuliert

Als erstes hat Obama die Gratulationen des geschlagenen John McCain entgegengenommen. «Senator Obama hat Historisches erreicht», räumte McCain vor Anhängern in Phoenix (Arizona) ein. Nun müsse die Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg beginnen, um den Herausforderungen gerecht zu werden.

Der Nachfolger von Amtsinhaber George W. Bush wird am 20. Januar als 44. Präsident der USA vereidigt. Auch Bush gratulierte Obama: «Sie sind im Begriff, eine der grössten Reisen des Lebens anzutreten. Herzlichen Glückwunsch und viel Spass.»

Glückwünsche erreichten Obama auch bereits aus Europa, so vom EU- Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso. Dieser befand, es sei Zeit, dass die USA und Europa wieder näher zusammenrückten.

Der französische Präsident und EU-Ratsvorsitzende Nicolas Sarkozy: «Durch die Wahl Obamas hat sich Amerika für den Wandel, die Öffnung und den Optimismus entschieden. »

Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler: «Sie stehen vor grossen Herausforderungen, für Ihr Land, aber auch für unsere Welt insgesamt».

Der afghanische Präsident Hamid Karzai sprach bereits am Mittwoch in Kabul: Er gratulierte Barack Obama zu seiner Wahl - sie habe die Welt in eine «neuen Ära» katapultiert.

Südafrikas Ex-Präsident und Friedens- Nobelpreisträger Nelson Mandela wünschte Obama Kraft und Stärke für seine Amtszeit. Mandela, der in der Vergangenheit die US-Regierung wegen ihrer Irak-Politik gerügt hatte, meint in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben an Obama: «Ihr Sieg hat gezeigt, dass es niemandem auf der Welt verwehrt sein sollte davon zu träumen, die Welt in einen besseren Platz zu verwandeln.»

Zuvor hatte bereits Südafrikas Präsident Kgalema Motlanthe in einem Glückwunsch-Telegramm an Obama erklärt: «Ihr Sieg in dieses hohe Amt bringt Hoffnung für Millionen Ihrer Landsleute sowie für Millionen Menschen afrikanischer Abstammung sowohl in Afrika wie in der Diaspora mit sich.»

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