Der Kampf ums Krokodil
Aktualisiert

Der Kampf ums Krokodil

Der Poloshirt-Hersteller Lacoste hat in China eine Marken-Klage gewonnen. Einem Kaufhaus wurde der Verkauf eines Konkurrenzprodukts verboten, das auch mit einem Krokodil beworben wird.

Das Handelshaus muss eine Strafe von 5000 Yuan (700 Franken) zahlen, wie die Zeitung «China Daily» am Montag berichtete. Das Kaufhaus hatte Gürtel und Portemonnaies der Firma Crocodile International aus Singapur verkauft. Es will nun in Berufung gehen.

Die französische Firma Lacoste und Crocodile International streiten sich, wer von beiden das Krokodil-Markenzeichen in China verwenden darf. Ähnliche Fälle beider Unternehmen sind auch in Peking und Schanghai vor Gericht. Der Verlierer würde praktisch den Zugang zum chinesischen Markt verlieren.

Beide Unternehmen werben mit einem dunkelgrünen Krokodil mit offenem Maul und hochgestrecktem Schwanz. Bei Lacoste schaut das Reptil nach rechts, bei Crocodile International nach links.

Lacoste macht geltend, dass die französische Tennislegende René Lacoste sich das Markenzeichen schon 1933 urheberrechtlich schützen liess. Der Konkurrent aus Singapur behauptet dagegen, sich 1947 als erstes das Symbol gesichert zu haben. Auf dem chinesischen Markt ist Crocodile International damit seit 1993.

(sda)

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