Aktualisiert

VerkehrsregimeDer Kanton erlässt Seetalplatz-Knigge

Am Samstag öffnet der neue 800-Meter-Kreisel am Seetalplatz. Gleichzeitig ermuntert der Kanton die Autofahrer, Autofahrten zu vermeiden. Etwa mit einer intelligenten Agendaführung.

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as
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Grosse Umstellung auf dem Seetalplatz: Ab Samstag wird die Verkehrsführung geändert.

Grosse Umstellung auf dem Seetalplatz: Ab Samstag wird die Verkehrsführung geändert.

sam
Ab diesem Zeitpunkt kann der neue Grosskreisel in Betrieb genommen werden.

Ab diesem Zeitpunkt kann der neue Grosskreisel in Betrieb genommen werden.

sam
Zurzeit sind die Verkehrsmarkierungen noch etwas unübersichtlich.

Zurzeit sind die Verkehrsmarkierungen noch etwas unübersichtlich.

sam

Runde Sache für täglich 50'000 Verkehrsteilnehmer: Der Verkehr am Seetalplatz wird ab Samstag besser fliessen, weil dort ein neuer Mega-Kreisel fertiggestellt wurde, wie der Kanton am Mittwoch verlauten liess. Nun stehen noch zwei Jahre Bauzeit an, dann ist am Seetalplatz, einer der meistbefahrenen Verkehrsknoten des Landes, fertig gebaut.

Der Kanton sorgt indes nicht nur dafür, dass der Verkehr besser fliesst. Er hat auf einem neuen Flyer, der über die Verkehrsführung während den Bauarbeiten informiert, auch eine Art Seetalplatz-Knigge mit «Mobilitätstipps» erlassen, wie es dort heisst.

Agenda nach Verkehrsaufkommen richten

Einer dieser Mobilitätstipps des Kantons: Autofahrer sollen vor allem während der Bauphase am Seetalplatz die besonders kritischen Verkehrs-Spitzenzeiten vermeiden, indem sie ihre Tagesplanung nach dem Verkehrsaufkommen richten, sofern dies möglich ist. Gesamtprojektleiter Hans Ruedi Ramseier von der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur, sagt: «Die Bevölkerung soll wenn möglich die gleitenden Arbeitszeiten nutzen oder Sitzungstermine ausserhalb der Stosszeiten planen.» Allgemein sollen Autofahrer die Rushhour-Zeiten zwischen 7 und 9 Uhr, über den Mittag sowie zwischen 16 und 19 Uhr meiden. «Es ist klar, dass sich nicht jeder daran halten kann, aber wenn sich nur schon einige Autofahrer zeitlich umorganisieren können, würde sich das enorm auf das Verkehrsaufkommen auswirken», sagt Ramseier.

Das Verkehrsverhalten soll sich ändern

Die Bevölkerung soll zudem vermehrt die Möglichkeiten der kombinierten Mobilität nutzen: Fahrgemeinschaften. So sollen die Verkehrsteilnehmer etwa auf ihrem Arbeitsweg zum nächsten Park+Ride oder Bike+Ride fahren und danach auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. «Wir begrüssen Fahrgemeinschaften, die auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Freizeitvergnügen organisiert werden», so Ramseier.

«Mit dem Velo sind Sie schneller»

Weiter empfiehlt der Kanton Luzern: Die Bevölkerung soll kurze Strecken zu Fuss gehen oder dafür den öffentlichen Verkehr oder das Velo benutzen. «Viele Leute legen täglich die Strecke Emmen–Luzern oder umgekehrt zurück und brauchen dafür das Auto», so Ramseier. Statt für eine solch kurze Distanz ins Auto zu steigen, biete sich laut Ramseier etwa der Velo- und Fussweg entlang der Reuss sehr gut an, um den Seetalplatz vom Autoverkehr zu entlasten. Weiterer Vorteil für die Umsteiger: «Mit dem Velo oder zu Fuss sind Sie oft schneller unterwegs», steht auf dem Flyer.

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