Aktualisiert 08.03.2013 13:23

WettbewerbsfähigkeitDer Kanton Zug schlägt alle

Der Kanton Zug löst den Kanton Zürich an der Spitze des UBS-Rankings zum wettbewerbsfähigsten Kanton der Schweiz ab. An letzter Stelle steht der Kanton Jura.

Im Kanton Zug sind die besten Voraussetzungen für Unternehmen gegeben.

Im Kanton Zug sind die besten Voraussetzungen für Unternehmen gegeben.

Der Kanton Zug ist der wettbewerbsfähigste Kanton der Schweiz. Dies zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte UBS-Studie. Der Vorjahressieger Zürich belegt neu den zweiten Platz. Am schlechtesten schneidet der Kanton Jura ab.

Aufs Podest schaffte es auch der Kanton Basel-Stadt, wie die UBS mitteilte. Die Bank hatte 2012 zum ersten Mal den Kantonalen Wettbewerbsindikator (KWI) publiziert. In der jährlichen Analyse werden Faktoren wie Wirtschaftsstruktur, Finanzspielraum und Erreichbarkeit untersucht.

Ebenfalls eine hohe Wettbewerbsfähigkeit weisen demnach auch Aargau, Luzern, Baselland und Nidwalden auf. Schwyz, Waadt und Genf schafften es ebenfalls unter die besten zehn. Auf den letzten Plätzen stehen weiterhin die Kantone Jura, Uri, Wallis und Graubünden.

Im Vergleich zum Vorjahr gehen die Zentralschweizer Kantone sowie die beiden Appenzell als Gewinner hervor. Sie konnten laut den UBS-Ökonomen die Steuern für Unternehmen stark reduzieren. Zudem weisen diese Kantone tiefe Verschuldungsquoten auf. Als Folge davon seien die Unternehmen gewachsen und neue hochqualifizierte Arbeitskräfte zugezogen.

Situation der Jurakantone verschlechtert sich

An Wettbewerbsfähigkeit gegenüber 2012 eingebüsst haben hingegen die Kantone entlang des Juragebirges: Bern, Solothurn, Neuenburg und Jura. Die Steuerbelastung und die Staatsschulden sind hier verhältnismässig hoch. Zudem stehen diese Kantone vor der langfristigen Herausforderung einer überalterten Bevölkerung.

Auch die Zukunftsaussichten der Industrie haben sich in diesen vier Kantonen verschlechtert. Eine Ausnahme bildet der Boom in der Uhrenindustrie: Dies sei eine grosse Chance für die Jurakantone, ihre strukturellen Probleme anzugehen und wieder an Attraktivität zu gewinnen, schreibt die UBS.

Laut den Ökonomen können aus den Zahlen keine Aussagen über die Wohnattraktivität der Kantone gemacht werden. Der Wettbewerbsindikator konzentriere sich ausschliesslich auf das wirtschaftliche Wachstumspotenzial eines Kantons.

Auch Aussagen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Kantone können nur mit Vorbehalt gemacht werden: Da die Schweiz zu den wettbewerbsfähigsten Ländern gehören würde, seien auch Kantone mit einem tiefen Index-Wert international gesehen durchaus wettbewerbsfähig, schreibt die UBS. (sda)

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