Aktualisiert 14.07.2009 22:54

WM 2010Der Klang der WM in Südafrika

Rufst du, mein Vaterland? Mit Xavier Margairaz, Hakan Yakin und zuletzt Johan Vonlanthen sind drei Schweizer Fussball-Söldner in die Super League zurückgekehrt. Doch nicht der Ruf der Berge erreichte sie in der Fremde, vielmehr der Klang der Vuvuzelas.

von
Sandro Compagno

Wer sich die Spiele des Confederations Cups am TV anschaute, der hat den durchdringenden Klang dieser Tröten noch heute im Ohr. Das Dröhnen der Vuvuzelas war quasi der Weckruf ein Jahr vor Beginn der WM in Südafrika.

Auch für Margairaz, Yakin und Vonlanthen. Die drei Offensivspieler teilen ein gemeinsames Schicksal: Sie alle drohten, die WM mangels Spielpraxis zu verpassen. Hakan Yakin (32) wurde in Katar auf Eis gelegt. Xavier Margairaz (25) war nach seinem Kreuzbandriss in Pamplona kein Faktor mehr. Nur noch ein Kostenfaktor war Johan Vonlanthen (23) bei Red Bull Salzburg mit seinem Lohn von 1,5 Millionen Franken.

Die Rückkehr der Offensiv-Künstler beruht auf zumindest ähnlichen Motiven. «Ich will unbedingt dabei sein, falls sich die Schweiz für die WM in Südafrika qualifiziert», sagt Margairaz. «Mein Ziel ist die WM 2010», rief Yakin schon aus der Wüste. Und Vonlanthen? Der hält sich zurück, spricht erst von der Champions League und der Titelverteidigung mit dem FCZ.

Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld stand in den letzten Monaten in regem (Telefon-)Kontakt mit Yakin, sein Assistent Michel Pont betreut den Romand Margairaz. Im Schatten der beiden Linksfüsser war das ehemalige Wunderkind Vonlanthen. Hitzfeld hatte ihn in der WM-Quali gegen Israel (2:2) und Luxemburg (1:2) eingewechselt. Vonlanthen erfüllte die Erwartungen nicht, war fortan kein Thema mehr. Doch der Neu-Zürcher weiss genau: In der Super League steht er wieder in Hitzfelds Fokus.

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