04.09.2015 13:17

Toter Flüchtlingsjunge

Der kleine Aylan ist in Kobane beerdigt worden

Das Foto der Leiche des am Strand von Bodrum angeschwemmten Aylan hat weltweit Betroffenheit ausgelöst. Der Bub ist jetzt in Kobane beerdigt worden – zusammen mit Bruder und Mutter.

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Das Foto des an der türkischen Küste angespülten kleinen Körpers erschütterte die Menschen auf der ganzen Welt. Es wurde zum Symbol dafür, welchen Gefahren die Flüchtlinge ausgesetzt sind.

Das Foto des an der türkischen Küste angespülten kleinen Körpers erschütterte die Menschen auf der ganzen Welt. Es wurde zum Symbol dafür, welchen Gefahren die Flüchtlinge ausgesetzt sind.

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Ein gebrochener Mann: Abdullah Kurdi, 40, verlor auf der Flucht aus Syrien nicht nur den kleinen Aylan, sondern auch seinen fünfjährigen Sohn Galip und seine Ehefrau Rihana. «Es gelang mir nicht, die Kinder festzuhalten», sagt er.

Ein gebrochener Mann: Abdullah Kurdi, 40, verlor auf der Flucht aus Syrien nicht nur den kleinen Aylan, sondern auch seinen fünfjährigen Sohn Galip und seine Ehefrau Rihana. «Es gelang mir nicht, die Kinder festzuhalten», sagt er.

Tolga Adanali
Die Särge mit den Opfern werden in Bodrum in einen Transporter eingeladen.

Die Särge mit den Opfern werden in Bodrum in einen Transporter eingeladen.

AFP/Ozan Kose

Die Leiche des an einem türkischen Strand angespülten dreijährigen syrischen Jungen wurde in seiner Heimat bestattet.

Aylans Vater Abdullah brachte auch die Leichen seines zweiten, fünfjährigen Sohns und seiner Frau nach Kobane zurück. Auch sie waren beim Kentern eines Boots auf dem Weg nach Griechenland ums Leben gekommen.

Ein Fahrzeugkonvoi passierte nahe der türkischen Stadt Suruc die syrische Grenze Richtung Kobane. Türkische Abgeordnete begleiteten den Vater. Journalisten wurden rund drei Kilometer vor der Grenze gestoppt.

Die am Donnerstag veröffentlichten Fotos von dem Dreijährigen hatten weltweit Betroffenheit und Entrüstung ausgelöst. Die Familie war mit einem Boot aus der Türkei in Richtung der griechischen Insel Kos aufgebrochen. Im vergangenen Jahr war sie aus Kobane geflohen, nachdem die Terrormiliz Islamischer Staat die Stadt angegriffen hatte.

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