Daniel Steiner: «Der Konkurrenzkampf ist pickelhart»
Aktualisiert

Daniel Steiner«Der Konkurrenzkampf ist pickelhart»

Die Reading Royals sind Daniel Steiners nächste Station. In der drittklassigen
East Coast Hockey League will sich der Emmentaler für höhere Aufgaben empfehlen.

von
Peter Berger

Bei den Columbus Blue ­Jackets (NHL) wie auch in ­deren Farmteam Syracuse (AHL) weilte Daniel Steiner im Probetraining. Einen Vertrag erhielt er nicht. Seit ­gestern trainiert er mit den Reading Royals. «Ich gebe noch nicht auf und kehre nicht beim ersten Hindernis zurück», erklärt Steiner, weshalb er den Gang in die drittklassige Liga antritt.

Steiners Ziel ist nun, beim Klub aus der Kleinstadt im US-Bundesstaat Pennsyl­vania unterzukommen und dann möglichst bald einen Call-up in die höhere AHL zu erhalten. «Dafür ist Reading ideal, weil es zentral ­gelegen ist und gleich mit zwei NHL-Klubs, den To­ronto Maple Leafs und den Boston Bruins, eine Partnerschaft hat.»

Dass in Nordamerika vieles anders ist als in der Schweiz, hat Steiner schnell gemerkt. «In Columbus lobten sie mich nach dem NHL-Testspiel noch, zwei Tage später musste ich die Koffer packen», erzählt er. Der grösste Unterschied zur NLA sei indes der Konkurrenzkampf. «Der ist pickelhart.» Weil der Stürmer von keinem Klub gedraftet ist, hat er auch keine Lobby. «Die eigene Leistung ist nur ein Faktor, die Philosophie des Klubs ein anderer.» Nicht immer wird der bessere Spieler verpflichtet, oftmals der jüngere oder der billigere. «Alles ist unberechenbar, jeden Tag passiert irgendetwas.» Diese Unberechenbarkeit sieht der 29-Jährige als Chance. Klar ist für ihn, dass er sein Glück in Nordamerika weiter suchen will. «Ich komme erst nach Europa zurück, wenn ich keinen Sinn in der Sache mehr sehe.» Das wäre der Fall, wenn Steiner eine ganze Saison in der ECHL absolvieren müsste. In dieser Liga sind bloss 30 000 Dollar pro Jahr zu verdienen.

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