Nutztiere als Stromlieferant: Der Kuhfladen leuchtet von der Zimmerdecke?
Aktualisiert

Nutztiere als StromlieferantDer Kuhfladen leuchtet von der Zimmerdecke?

Ganz so einfach und direkt wirds nicht gehen, doch eine neue Studie gibt Anlass zur Hoffnung, dass Dung von Nutztieren Strom liefern und zugleich das Klima schonen könnte.

Im Zeitalter der Zweitverwertung ist man nun laut stern.de beim Kuhmist angekommen. Nach Berechnungen von Wissenschaftlern ist es möglich, mit dem Dung der Tiere allein in den Vereinigten Staaten 100 Milliarden Kilowattstunden Elektrizität zu produzieren - was knapp drei Prozent des US-Jahresverbrauchs entspricht. Damit könnten Millionen von Haushalten und Büros versorgt werden.

Beim Verrotten von Fäkalien entstehen klimaschädliche Gase wie Methan oder Lachgas. Nach Aussagen des Uno-Klimarats ist Methan 21-mal und Lachgas 310-mal klimawirksamer als Kohlendioxid. Da das CO2-Vorkommen allerdings das von Methan und Lachgas bei weitem übertrifft, wird Kohlendioxid als das bedeutendste freigesetzte Treibhausgas bezeichnet.

Eine verheissungsvolle Methode

Im Szenario der Forscher wird der Mist der Nutztiere ohne Sauerstoff in Biogas umgewandelt, das Turbinen für die Stromproduktion verwenden. Auf diese Weise könne ihren Berechnungen zufolge die Menge der Treibhausgase, die bei der Stromgewinnung in den USA entstehen, um etwa vier Prozent gesenkt werden.

Nachdem es viel Kritik an Biotreibstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen gab, sei die Biogasproduktion aus Mist deutlich unbedenklicher, da nur Abfälle aus der ohnehin schon existierenden Landschaft verwendet würden.

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