Aktualisiert 08.02.2010 21:42

Know-HowDer kulinarische Guide zur Luzerner Fasnacht

Als «Aargauer» — also unverkleidet — macht man sich an der Luzerner Fasnacht zum Gespött. Mit einem Kostüm allein ist es aber auch nicht getan: 20 Minuten verrät, womit sich echte Fasnächtler ab Donnerstag verpflegen.

von
Lena Berger

Kafi-Huerenaff

«Huerenaff» ist ein Ehrentitel für Fasnächtler, die auf besonders originelle und amüsante Art provozieren. Das Kafi-Huerenaff wird traditionsgemäss am Fasnachtsmäärt unter der Egg ausgeschenkt. Wer es bestellt, bekommt ein starkes Kafi Luz – also hellen Kaffee mit Luzerner Obstbranntwein.

Häxetee

Der Pfefferminztee mit Birnen- und Apfelträsch wird ebenfalls exklusiv nur unter der Rathaustreppe serviert.

Holdrio

Das beliebteste traditionelle Fasnachtsgetränk ist Hagebuttentee mit Zwetschgenschnaps und viel Zucker. Nach dem Urknall, also der Tagwacht, trinkt der wahre Fasnächtler Holdrio, um sich aufzuwärmen.

Määlsoppe

In der traditionellen Variante besteht Mehlsuppe aus Butter, Zwiebeln, Fleischbouillon, geriebenem Käse und natürlich Mehl. Jede Beiz hat aber ihr eigenes Geheimrezept – oft wird sie mit Speck und Rotwein angereichert. Gegessen wird sie in den frühen Morgenstunden, wenn die Kälte bereits tief in den Knochen sitzt.

Chögelipaschtete

Die in einem Pastetenhaus aus Blätterteig servierte Rahmsauce mit Kalbsvoressen, Kalbsbrät, Schweinebrät und Champignons wird zum Höhepunkt des alljährlichen Bärteli-Essens der Zunft zu Safran serviert.

Chneublätze

Die dünn ausgerollten, mit Puderzucker bestäubten Fasnachtschüechli haben ihren Ursprung im Mittelalter. Damals wurde am «fetten» oder «schmutzigen» Donnerstag das letzte Mal vor Beginn der Fastenzeit geschlachtet – und damit das wertvolle Fett nicht verdarb, wurde daraus Gebäck zubereitet.

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