Idee der SBB: Der Kunde zahlt – ohne zu wissen, wohin es geht
Aktualisiert

Idee der SBBDer Kunde zahlt – ohne zu wissen, wohin es geht

Um schlecht ausgelastete Züge zu füllen, arbeitet die SBB derzeit an einem Plan. SBB Surprise soll das neue Angebot heissen.

von
roy
1 / 4
Um schlecht ausgelastete Züge zu füllen, plant die SBB ein Überraschungsangebot: Eine S-Bahn fährt in Richtung Zürich Hauptbahnhof. (Archivbild)

Um schlecht ausgelastete Züge zu füllen, plant die SBB ein Überraschungsangebot: Eine S-Bahn fährt in Richtung Zürich Hauptbahnhof. (Archivbild)

Keystone/Ennio Leanza
«SBB Surprise» soll es laut der «Redaktion Tamedia» heissen.

«SBB Surprise» soll es laut der «Redaktion Tamedia» heissen.

Keystone/Pablo Gianinazzi
Man zahlt zuerst - ohne zu wissen, wohin die Reise geht.

Man zahlt zuerst - ohne zu wissen, wohin die Reise geht.

Keystone/Peter Klaunzer

Die Bundesbahnen arbeiten zurzeit an einem neuen Angebot namens SBB Surprise, wie die «Redaktion Tamedia» schreibt. Der Kunde gibt dabei online an, was er machen will. Also ob er wandern, eine Stadt besuchen oder lieber shoppen gehen will. Er gibt zudem an, wie viel Budget er für die Fahrt maximal hat, welches Wetter er bevorzugt und wann er abfahren möchte.

Das Programm dahinter, so die Idee, macht dann einen Vorschlag, der zu den eingegeben Daten passt, und ein Preis wird angezeigt. Entspricht das Angebot den Vorstellungen der Kunden, können sie sich das Billett kaufen. Sie wissen dabei aber nicht, wohin die Reise führt. Das erfahren die Passagiere erst, nachdem sie das Ticket gekauft haben.

Damit das Ganze auch funktioniert, sind die Tickets um bis zu 50 Prozent vergünstigt.

Schlecht ausgelastete Züge

Die Idee zu SBB Surprise stammt von Oliver Neumann. Er sagt: «Wir wollen die Kunden positiv überraschen mit dem Angebot.» Dabei sollen, im besten Fall, auch weniger bekannte Orte in der Schweiz von mehr Besuchern profitieren. Zudem werde den Kunden die Planung abgenommen.

Hinter der Idee steckt aber nicht nur eine Überraschung für die Passagiere. Es geht vor allem darum, die Freizeitreisenden auf weniger ausgelastete Züge umzulenken. Denn diese machen einen beträchtlichen Teil der Passagiere aus. Die Züge der SBB sind im Durchschnitt über den Tag verteilt nur schwach belegt. Im Fernverkehr liegt die Auslastung bei rund 30 Prozent, im Regionalverkehr bei rund 20.

(roy/20 Minuten)

Deine Meinung