Raumfahrt: Der lange Weg zum letzten Start
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RaumfahrtDer lange Weg zum letzten Start

Wegen eines Problems mit der Elektrik ist der letzte Start der Raumfähre «Discovery» erneut verschoben worden. Für die erste Verzögerung hatte ein Gasleck gesorgt.

Noch darf die Discovery nicht starten

Noch darf die Discovery nicht starten

Es soll ihr 39. und letzter Einsatz werden – doch daraus wird vorerst nichts. Frühestens am Donnerstag soll die dienstälteste US-Raumfähre nun zu ihrem 39. Einsatz aufbrechen. Die Entscheidung der NASA kam keine 24 Stunden vor dem geplanten Start, der für Mittwoch um 20.52 Uhr (MEZ) angesetzt worden war. Das Problem war bereits am Dienstag entdeckt worden. Es betrifft einen Ersatz-Controller für eines der drei Haupttriebwerke des Shuttles.

Die NASA erklärte, möglicherweise habe Schmutz am Hauptschalter des Controllers zu leichten Spannungsunregelmässigkeiten geführt. Dies solle um Laufe des (heutigen) Mittwochnachmittags geklärt werden, bevor über einen möglichen Start am Donnerstag entschieden werde.

Kurzes Zeitfenster

Die «Discovery» hätte schon am Montag ins All fliegen sollen, ein Gasleck führte aber zu einer zweitägigen Verschiebung des vorletzten Starts einer US-Raumfähre. Danach steht nur noch der letzte Start der Raumfähre «Endeavour» auf dem Shuttle-Flugplan - dann endet das Raumfähren-Programm der NASA. Für die jetzige Mission bleibt noch bis Sonntag oder spätestens Montag Zeit, sonst muss sie auf Dezember verschoben werden.

Die sechs Besatzungsmitglieder der «Discovery» nehmen neben weiterer hochmoderner Ausrüstung auch den ersten humanoiden Roboter mit zur Internationalen Raumstation. Sie hat in ihrer 26-jährigen Dienstzeit 180 Menschen ins All befördert und fast 240 Millionen Kilometer in mehr als 5600 Erdumkreisungen zurückgelegt. Die «Discovery» startete erstmals 1984. (dapd)

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