Aktualisiert 23.09.2019 15:22

Finsterhennen BE

«Der Laster donnerte in der Früh direkt ins Haus»

Am Montagmorgen ist in Finsterhennen ein Sattelmotorfahrzeug in eine Hausmauer geprallt. Der eingeklemmte Lenker musste von Spezialisten geborgen werden.

von
miw
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In einem Bauernhaus im bernischen Finsterhennen klafft derzeit ein grosses Loch in der Hausmauer: Ein Sattelzug donnerte am Montagmorgen frontal in die Wand.

In einem Bauernhaus im bernischen Finsterhennen klafft derzeit ein grosses Loch in der Hausmauer: Ein Sattelzug donnerte am Montagmorgen frontal in die Wand.

Bei der Kollision wurde der Fahrer des Lasters schwer verletzt. «Er konnte zwar sprechen, doch musste er sofort mit der Rega ins Spital geflogen werden», sagt ein Mann, der vor Ort anwesend war.

Bei der Kollision wurde der Fahrer des Lasters schwer verletzt. «Er konnte zwar sprechen, doch musste er sofort mit der Rega ins Spital geflogen werden», sagt ein Mann, der vor Ort anwesend war.

«Es war ein immenser Knall zu hören, kurz darauf heulten Sirenen auf», sagt ein Nachbar.

«Es war ein immenser Knall zu hören, kurz darauf heulten Sirenen auf», sagt ein Nachbar.

Das verschlafene Finsterhennen wurde am Montagmorgen von einem heftigen Knall durchgerüttelt: Kurz vor sieben Uhr donnerte ein schweres Sattelmotorfahrzeug frontal in ein dortiges Bauernhaus. Mit voller Wucht durchbrach der landwirtschaftliche Laster die Wand des bewohnten Gebäudes. Jetzt klafft ein riesiges Loch in der Gebäudewand. Ein Einheimischer sagt: «Der Laster donnerte in der Früh direkt ins Haus.» Ein Nachbar meint zudem: «Es war ein immenser Knall zu hören, kurz darauf heulten Sirenen auf.»

(Video: Leser-Reporter)

Feuerwehrautos und Ambulanzen rückten zum Unfallort aus. Der Lenker des Sattelzuges – ein 73-jähriger Neuenburger – wurde bei der Kollision schwer verletzt. Den Bewohnern des Hauses, die zum Zeitpunkt daheim waren, passierte hingegen nichts. «Die Wohn- und Schlafzimmer sind zum Glück auf der anderen Seite des Hauses», sagt der Nachbar.

Führerhaus musste aufgeschnitten werden

Doch für den Chauffeur des Sattelzug hatte der Unfall fatale Folgen: Er wurde bei der Kollision in seinem Führerstand zwischen Mauer und Fahrzeug eingeklemmt. «Zwar konnte er mit den Einsatzkräften sprechen, doch war er alles andere als fähig, das Fahrzeug selbständig zu verlassen», sagt ein Mann, der Zeuge des Rettungseinsatzes wurde.

Feuerwehrleute und weitere Fachpersonen mussten zuerst das zerstörte und eingedrückte Fahrzeug aufschneiden – «erst dann konnten die Sanitäter mit einer Bahre zum Verletzten vordringen», rapportiert der Beobachter. Nach der Erstbetreuung vor Ort wurde der Chauffeur schliesslich mit der Rega ins Spital geflogen. Dort wird der 73-Jährige nun betreut.

Schwierige Bergung des Sattelzugs

Die genauen Hintergründe des Vorfalls sind derzeit noch nicht bekannt. Gegenüber Anwohnern soll die Polizei gesagt haben, dass der Lenker während der Fahrt wohl medizinische Probleme gehabt hatte. Dies sei wohl auch der Grund, weshalb der Mann mit dem Sattelzug zuerst mit einer Gartenmauer kollidierte, ein Fahrzeug touchierte und schliesslich im Bauernhaus landete und dessen Backsteinmauer durchbrach.

Am Montagnachmittag laufen nun die Bergungsarbeiten des Gefährts. Um den schweren Laster aus dem Gebäude zu ziehen, musste extra ein noch schwereres und stärkeres Fahrzeug ausrücken. «Es ist eine Riesensache», meint ein Nachbar.

Die Strasse war am Montag bereits während mehrerer Stunden gesperrt. Weil infolge des Unfalls aus dem Sattelzug Flüssigkeit ausgelaufen war, standen zudem Mitarbeiter des AWA sowie für die Reinigung ein Saugwagen im Einsatz.

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