David Dushman - Der letzte Befreier von Auschwitz ist gestorben
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David DushmanDer letzte Befreier von Auschwitz ist gestorben

Er riss den Zaun des Vernichtungslagers in Ausschwitz nieder. Nun ist David Dushman im Alter von 98 Jahren verstorben.

von
Reto Heimann
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Der russische Veteran David Dushman ist tot, hier in einer Aufnahme aus dem Jahr 2020.

Der russische Veteran David Dushman ist tot, hier in einer Aufnahme aus dem Jahr 2020.

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Dushman gehörte zu demjenigen Trupp der Roten Armee, der 1945 das KZ Auschwitz befreite.

Dushman gehörte zu demjenigen Trupp der Roten Armee, der 1945 das KZ Auschwitz befreite.

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Dushman riss mit seinem Panzer den Zaun von Auschwitz nieder.

Dushman riss mit seinem Panzer den Zaun von Auschwitz nieder.

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Darum gehts

  • David Dushman gehörte zu dem Trupp der Roten Armee, die das KZ Auschwitz befreite.

  • «Es lagen überall Skelette herum», erinnerte sich Dushman an den Moment der Befreiung.

  • Nach dem Krieg startete Dushman eine erfolgreiche Karriere als Fechter.

Er war der letzte lebende Befreier von Auschwitz: David Dushman, der 1945 mit einem Panzer den Zaun des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers niedergerissen hatte, ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Dushman, der später als Fechttrainer in der Sowjetunion grosse Erfolge feierte, sei am Samstag in seiner Wahlheimat München gestorben, teilte das Internationale Olympische Komitee mit.

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, erklärte, sie habe mit «grosser Trauer» vom Tod Dushmans erfahren. Er habe an vorderster Front gestanden, «als 1945 die Mordmaschinerie der Nationalsozialisten zerschlagen wurde». Als «Held von Auschwitz» habe er «unzählige Menschenleben» gerettet, fügte Knobloch hinzu. «Mit ihm verlieren wir einen tapferen, ehrlichen und aufrichtigen Mann und ein Ehrenmitglied unserer Kultusgemeinde.»

«Sie sassen zwischen den Toten»

Dushman war 21 Jahre alt, als er als Soldat der Roten Armee am 27. Januar 1945 den Elektrozaun des Konzentrationslagers niederwalzte. «Wir wussten kaum etwas von Auschwitz», sagte er 2015 in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung».

Er habe damals «überall Skelette» gesehen, erinnerte sich Dushman. «Aus den Baracken wankten sie, zwischen den Toten sassen und lagen sie. Schrecklich. Wir warfen ihnen alle unsere Konserven zu und fuhren sofort weiter, um die Faschisten zu verjagen.» Erst nach dem Krieg habe er vom ganzen Ausmass der Gräueltaten in Auschwitz erfahren.

Spätere Karriere als Fechter

Das KZ Auschwitz-Birkenau war das grösste deutsche Vernichtungslager im Zweiten Weltkrieg. In dem Lagerkomplex wurden mehr als eine Million Menschen ermordet, die meisten von ihnen in den Gaskammern.

Dushman war einer von 69 Soldaten seiner Einheit, die den Krieg überlebten. Später startete er eine Karriere als Fechter und führte die sowjetische Damen-Nationalmannschaft als Trainer zu zahlreichen Erfolgen. Dushman lebte mehrere Jahre in Österreich, bevor er 1996 nach München umzog.

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