Der Leuthard- Effekt: CVP auf dem Vormarsch

Aktualisiert

Der Leuthard- Effekt: CVP auf dem Vormarsch

Die CVP hat seit dem ersten Wahlbarometer im Oktober mit 0,7 Prozent die meisten Stimmanteile gutgemacht. Trotz leichter Verluste bleiben die Grünen zehn Monate vor den eidgenössischen Wahlen weiter auf Gewinnkurs.

Ihre Position stärken konnten auch die SVP und die FDP. Beide erreichten eine Zunahme von 0,6 Prozent. Mit einem Minus von 1,2 Prozent gegenüber den Wahlen von 2003 bleiben die Freisinnigen jedoch die «Wahlverlierer», wie das am Freitag veröffentlichte zweite Wahlbarometer der SRG SSR idée suisse zeigt.

Gegenüber dem ersten Wahlbarometer Stimmenanteile verloren haben die SP (0,5 Prozent) und die Grünen (0,2 Prozent). Mit einem Plus von 1,6 Prozent gegenüber den Wahlen 2003 bleiben letztere jedoch auf Gewinnkurs.

Stärkste Partei bleibt laut Barometer mit 27 Prozent die SVP, gefolgt von der SP mit 23 Prozent. Auf dem dritten Platz liegt mit 16,1 Prozent die FDP, auf dem vierten die CVP mit 14,9 Prozent und auf dem letzten die Grünen mit 9 Prozent Stimmenanteil.

FDP gewinnt bei Glaubwürdigkeit

Erstmals hat das Wahlbarometer die Glaubwürdigkeit der Parteipräsidenten der wichtigsten Parteien auf nationaler Ebene getestet. Am besten schnitt dabei FDP-Präsident Fulvio Pelli ab, gefolgt von CVP-Chef Christophe Darbellay.

Auf dem dritten Platz findet sich SP-Präsident Hans-Jürg Fehr und auf dem vierten die Chefin der Grünen, Ruth Genner. Auf dem letzten Platz gelandet ist bei dieser Umfrage SVP-Präsident Ueli Maurer.

Auch bei der Glaubwürdigkeit der Fraktionschefs schneidet die SVP mit Caspar Baader am schlechtesten ab. Die Glaubwürdigkeit der Fraktionschefs der Bundesratsparteien wurde nur in der Deutschschweiz befragt. Am beliebtesten ist auch hier die FDP mit Felix Gutzwiler. den zweiten Platz belegt Urs Schwaller (CVP), den dritten Ursula Wyss (SP).

Ausländer-Integration ist Top-Thema

Während im Oktober noch die Asyl-Problematik die Sorgenskala des Wahlbarometers angeführt hat, liegt nun das Thema «Ausländer und Integration» an erster Stelle. Dies sei auf die Diskussion im Zusammenhang mit den Gewalttaten jugendlicher Ausländer etwa in Seebach zurückzuführen, schreibt SRG SSR idée suisse.

An zweiter Stelle der Sorgenskala steht weiterhin das Thema «Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsentwicklung», gefolgt von «AHV und soziale Sicherheit» und «Krankenkassen und Gesundheitswesen».

Am meisten Vertrauen in SVP

Bei der Lösung der fünf wichtigsten Probleme vertrauen 29 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten am meisten der SVP. 22 Prozent halten die SP für geeignet. Weit dahinter folgen mit 10 Prozent die FDP, mit 7 Prozent die CVP und mit 3 Prozent die Grünen.

Von den insgesamt 2009 befragten wahlberechtigten Personen geben 44 Prozent an, sich an den Parlamentswahlen vom 21. Oktober beteiligen zu wollen. Das entspricht laut SRG etwa der Stimmbeteiligung von 2003 (45 Prozent), bedeutet aber einen Rückgang von 4 Prozent gegenüber letztem Herbst.

Bis zum Wahlsonntag veröffentlicht SRG SSR idée suisse insgesamt acht Wahlbarometer.

(sda)

Deine Meinung