De Gregorio bei Schawinski: Der Lieblings-Blatter-Witz des Fifa-Medienchefs
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De Gregorio bei SchawinskiDer Lieblings-Blatter-Witz des Fifa-Medienchefs

Ein tiefer Einblick ins Seelenleben des Fifa-Medienchefs Walter De Gregorio blieb dem Zuschauer bei «Schawinski» verwehrt. Dafür wurde er mit einem Witz belohnt.

von
mlr

Fifa-Kommunikationsdirektor Walter De Gregorio erzählt seinen Lieblingswitz.

Wer bei «Schawinski» am Montagabend auf Unterhaltung hoffte, musste sich gedulden – denn der Höhepunkt der Talk-Sendung kam erst zum Schluss. Nach seinem Lieblingswitz befragt, liess sich Roger Schawinskis Gast, Fifa-Kommunikationschef Walter De Gregorio, nicht lange bitten: «Der Sepp Blatter, sein Kommunikationschef und der Generalsekretär sitzen im Auto. Wer fährt? Die Polizei!»

Dem voran ging allerdings ein Gespräch, in dem Roger Schawinski alles dafür tat, dass sein Gegenüber ja nicht mehr als zwei zusammenhängende Sätze äusserte. Gewissenhaft arbeitete der Moderator die aufsehenerregenden Stichworte ab: Stand die Fifa hinter den Verhafteten oder wurden sie vorverurteilt? Hat die US-Justiz recht mit der «Weltmeisterschaft des Betrugs»? Steht die Fifa auf einer Stufe mit der Mafia?

De Gregorio kam kaum zu Wort

De Gregorios Antworten schienen allerdings wenig von Belang zu sein. Ständig fiel Schawinski dem ehemaligen Sportjournalisten ins Wort und folgte seinem eigenen roten Faden, ohne wirklich auf die Äusserungen des 50-jährigen Fifa-Medienchefs einzugehen.

De Gregorio liess sich davon allerdings kaum aus der Ruhe bringen. Zwar äusserte er mehrmals seinen Unmut, etwa als Schawinksi behauptete, die Fifa stünde auf einer Art Kriminalitätsliste der USA, oder als dieser über Gebühr auf dem Einkommen seines Gastes herumritt. Amüsant wurde es immer dann, wenn De Gregorio die effektheischenden Fragen, die ihn aus der Reserve locken sollten, parierte oder ins Leere laufen liess.

«Da hat nur noch Obama gefehlt»

«Das ist, wie wenn ein 40-Tönner über dich hinwegbraust, oder?», wollte Schawinski etwa über die Ermittlungen der USA wissen. De Gregorios lapidare Reaktion: «Da hat nur noch Obama gefehlt.» Als Schawinski weiter bohrte mit der Frage «Ist es dir da nicht kalt den Rücken runtergelaufen?», war die Antwort des Gastes schlicht «nein».

Nach seiner Zukunft befragt, hat De Gregorio auch schon einen vagen Plan. Die Rolle des Fifa-Kritikers sei ja schon durch Guido Tognoni besetzt. Er selbst habe Geschichte und Philosophie studiert und könne ja über Moraltheologie dozieren.

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