25.04.2019 17:36

Tödlicher Gotthard-Unfall«Der LKW wurde vor drei Monaten kontrolliert»

Ein LKW verlor im Gotthardtunnel ein Rad, das daraufhin ein Auto traf und dessen Lenker tötete. Nun spricht der Besitzer des Transportunternehmens.

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Am 24. April 2019 kam es im Gotthardtunnel zu einem schweren Verkehrsunfall: Ein Tessiner Sattelmotorfahrzeug verlor ein Rad, das daraufhin ein Auto traf.

Am 24. April 2019 kam es im Gotthardtunnel zu einem schweren Verkehrsunfall: Ein Tessiner Sattelmotorfahrzeug verlor ein Rad, das daraufhin ein Auto traf.

Kapo Uri
Das Rad rollte auf die Gegenfahrbahn und touchierte dort einen entgegenkommenden Car. Es wurde danach zurückgeschleudert und durchschlug dann die Windschutzscheibe eines Autos, das hinter dem Lastwagen gefahren war.

Das Rad rollte auf die Gegenfahrbahn und touchierte dort einen entgegenkommenden Car. Es wurde danach zurückgeschleudert und durchschlug dann die Windschutzscheibe eines Autos, das hinter dem Lastwagen gefahren war.

FVR / M. Franjo
Der 65-jährige Autofahrer verstarb noch auf der Unfallstelle. Bei der Rettung stand ein Helikopter im Einsatz.

Der 65-jährige Autofahrer verstarb noch auf der Unfallstelle. Bei der Rettung stand ein Helikopter im Einsatz.

FVR / M. Franjo

Nach dem schweren Verkehrsunfall am Mittwochmorgen im Gotthardtunnel herrscht bei der involvierten Tessiner Transportfirma Fassungslosigkeit. Beim Unfall hatte ein Sattelschlepper mit Anhänger ein Rad verloren, das dann auf die Gegenfahrbahn geriet und schliesslich frontal in ein Auto krachte. In der Folge kam der 65-jährige Lenker des PWs ums Leben.

Nach dem Unglück wurde der Sohn des Chefs des Transportunternehmens von der Kantonspolizei Uri verhört. Gegenüber dem «Corriere del Ticino» gab er an, dass der LKW vor drei Monaten getestet worden sei. «Die Untersuchung wird klären, was passiert ist. Es ist das erste Mal, dass uns etwas Ähnliches passiert, und natürlich stehen wir unter Schock», sagte der Mann.

Firma sprach von «Sabotage»

Noch am Nachmittag nach dem Unglück hatten die Besitzer des Unternehmens von «Sabotage» gesprochen. Jemand müsse in der Nacht die Schrauben am Doppelrad gelöst haben, mutmassten die Unternehmer, die damit drohten, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten.

Der Sachschaden beläuft sich auf rund 30'000 Franken. Der Lastwagen wurde von der Polizei sichergestellt. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen noch.

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