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«X-Men Origins: Wolverine»Der Mann mit den Stahlklingenhänden

Nach starken Auftritten in den «X-Men»-Kinohits kriegt die Heldenfigur Wolverine ein eigenes Actionspektakel.

«Er war nicht dein Vater, mein Sohn», kriegt James Howlett im Kindesalter von einem Sterbenden zu hören. Sein unmittelbarer Hass ist so gross, dass ihm Stahlklingen aus den Händen schiessen. Über die Jahre hinweg – die Titel­sequenz mit mehreren Kriegseinsätzen ist originell – wandelt sich James zum Söldner Logan (Hugh Jackman), der sich mit seinem Bruder Victor «Sabretooth» Creed (stark: Liev Schreiber) einer militärischen Spezialtruppe unter dem Kommando von Oberst William Stryker (Danny Huston) anschliesst, die sich aus Mutanten zusammensetzt.

Als bei einem Einsatz Unschuldige ums Leben kommen, wird Logan zum Deserteur und taucht in den kanadischen Rocky Mountains unter. Doch die Vergangenheit holt ihn sechs Jahre später gnadenlos ein.

Anders als zuletzt der Kino-Langweiler «Watchmen» begeistert der Action-Comic «Wolverine» nicht nur «X-Men»-Fans, sondern auch thematische Laien. Der US-Kinosommer wird ­jedenfalls mit einem Paukenschlag eröffnet.

So ist der Streifen pubertär genug, um den Heerscharen von Popcorn-Kids zu gefallen. Und nicht zuletzt dank dem sexy Hauptdarsteller Hugh Jackman sowie seiner spannenden Heldenfigur packend genug, um auch Comic-Fans zufriedenzustellen.

Der «Tsotsi»-Regisseur Gavin Hood sorgt seinerseits dafür, dass die wendungsreiche Heldenstory nicht zur seelenlosen Stunt- und Computertrick-Orgie ausartet. Sie leitet zuletzt nicht geschickt in die anschliessenden ­«X-Men»-Kinofilme über, sondern lässt auch genügend Raum für eine Weiterführung der «Wolve­rine»-Kinoserie. Wahre Fans bleiben somit bis nach dem Titelabspann sitzen.

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