Eyeborg-Man: Der Mann mit der Kamera im Kopf
Aktualisiert

Eyeborg-ManDer Mann mit der Kamera im Kopf

«Mein Name ist Robe Spence. Ich bin ein Cyborg»: Eine Doku zeigt Menschen, die mit modernsten künstlichen Organen leben – und macht gleichzeitig Werbung für ein Videospiel.

von
owi

Vor sechs Jahren verlor Filmproduzent Rob Spence bei einem Unfall ein Auge. 2008 kündigte er an, eine Videokamera in seinen Kopf einbauen zu lassen, um das Auge zu ersetzen. Nun haben Ärzte und Ingenieure ein künstliches Auge mit einer Mini-Kamera für ihn entwickelt. Die von der Kamera aufgenommenen Bilder können zwar nicht direkt an sein Gehirn weitergeleitet werden, dafür wurde aus Spence eine wandelnde Überwachungskamera. Das heisst, die Bilder aus dem Cyborg-Auge werden laufend an ein externes Gerät übermittelt. Der Nutzen ist somit fraglich, aber Spence hat zumindest die Aufmerksamkeit seiner Mitmenschen auf sicher.

Werbefigur für Videospiel

Auch die Entwickler des neuen Cyborg-Spiels «Deus Ex: Human Revolution» wurden auf Spence aufmerksam. Sie nutzen ihn als Werbefigur, da der Spieleheld im Actionspiel «Deus Ex» ebenfalls mit künstlichen Implantaten ausgerüstet ist.

Für einen aufwändigen Werbefilm, der als Dokumentation daherkommt, hat Eyeborg Spence auf der ganzen Welt die modernsten Cyborg-Menschen besucht. Beispielsweise einen blinden Finnen, der für wenige Monate mit künstlichen Augen wieder sehen konnte. Die Bilder seiner eingebauten Mini-Kamera wurden in einem Versuch angeblich direkt an das Gehirn übertragen. Da die Reportage ein Videospiel bewirbt, ist unklar, ob die gezeigten Cyborg-Menschen tatsächlich in dieser Form existieren.

Bis Kamera-Augen das menschliche Auge tatsächlich ersetzen können, wird es noch dauern. Die Knacknuss ist die Kommunikation zwischen Kamera und Hirn, da jedes Denkorgan individuell ist und sich ständig verändert. Im Kurzfilm zitierte Experten glauben, dass ausgereifte Cyborg-Augen bis in rund 20 Jahren Realität sein werden.

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