Verletzte an US-College: «Der Mann rannte auf mich zu und traf mich»
Aktualisiert

Verletzte an US-College«Der Mann rannte auf mich zu und traf mich»

Wieder erschüttert eine Bluttat die USA: Ein Student ging an einer texanischen Hochschule auf die Jagd nach Kommilitonen. 14 Menschen wurden verletzt, zwei davon sind in kritischem Zustand.

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hhs/aeg

Ein Student hat im US-Bundesstaat Texas wahllos mit einer Art Rasiermesser auf seine Kommilitonen eingestochen und dabei 14 Menschen verletzt. Zwei Verletzte schwebten in Lebensgefahr, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Der mutmassliche Täter sei festgenommen worden.

Der Notruf bei der Polizei sei kurz nach elf Uhr morgens (18 Uhr MESZ) eingegangen, sagte Sheriff Adrian Garcia. Der Campus des Lone Star College in der Nähe von Houston wurde demnach abgeriegelt, Professoren und Studenten schlossen sich in Hörsälen ein. Vier Verletzte mussten mit Helikoptern zur Behandlung ins Spital gebracht werden.

«Er ersticht Leute! Er ersticht Leute!» hörte eine Studentin, als sie im Café des Campus sass. Dann sei eine Frau an ihr vorbeigerannt, die sich den Nacken hielt, wie die «Huffington Post» schreibt. Diese Frau erzählte dem «Houston Chronicle» später: «Der Mann rannte auf mich zu und traf mich am Nacken. Ich versuchte noch auszuweichen.»

Ein Vertreter der örtlichen Feuerwehr sagte, dass sich auf dem Campus «chaotische» Szenen abgespielt hätten. Studentin Maya Khalil schilderte dem Nachrichtensender CNN, wie sie blutende Menschen auf dem Boden liegen gesehen habe. «Es war wirklich beängstigend», so die 19-Jährige.

Blutende Menschen auf dem Boden

Bei dem mutmasslichen Täter soll es sich um einen 20-jährigen Studenten der Hochschule handeln. Nach Polizeiangaben überwältigten Mitstudenten den jungen Mann, ehe er festgenommen wurde. Ein Augenzeuge berichtete hingegen, er habe gesehen, wie mehrere Polizeibeamte hinter dem mutmasslichen Angreifer hergerannt seien. Einer der Polizisten habe eine Elektroschockwaffe eingesetzt, um den Mann zu überwältigen.

Einen Namen gaben die Ermittler nicht bekannt. Sein Motiv ist noch unklar. Die Polizei teilte mit, der 20-Jährige habe seit einiger Zeit die Messerattacke im Gelände seines Colleges geplant. Seit seiner Grundschulzeit habe er Fantasien gehabt, Menschen zu erstechen. Er sei der schweren Körperverletzung beschuldigt worden.

Laut seinen Nachbarn war der Mann gehörlos. Nachbarin Magdalena Lopez erzählt: «Ich kann mir nicht vorstellen, wie er so etwas machen konnte. Er war so normal. Auf der Strasse hat er mich und meine Familie immer gegrüsst.» Andere Anwohner beschreiben den Mann als zurückhaltend und scheu. Er sei kaum aus dem Haus gegangen.

Vierjähriger erschiesst Sechsjährigen

Ein sechsjähriger Junge ist am Dienstag im US-Staat New Jersey an einer Schussverletzung gestorben, die ihm ein vierjähriger Spielkamerad zugefügt hatte. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft von Ocean County mit. Einzelheiten wollte er keine nennen. Die beiden Kinder hatten am Montag in Toms River draussen gespielt. Der Vierjährige ging dann ins Haus und kam mit einem Gewehr zurück. Ein Schuss habe sich versehentlich gelöst, als die Kinder 15 Meter voneinander entfernt gewesen waren. Der sechsjährige Junge wurde im Kopf getroffen. Ermittlungen dauerten an, eine Strafanzeige wurde bisher nicht erstattet. (sda)

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