Und jetzt der Schnee: Der Marathon vor dem grossen Schnee
Aktualisiert

Und jetzt der SchneeDer Marathon vor dem grossen Schnee

Den New Yorkern droht neues Ungemach: Nächste Woche soll ein Wintersturm die Stadt mit Schnee eindecken. Dazwischen stürmen die Marathonläufer ins Ziel.

von
bem
The Show Must Go On: Die Ziellinie des New York Marathons im Central Park wird aufgebaut.

The Show Must Go On: Die Ziellinie des New York Marathons im Central Park wird aufgebaut.

Wenige Tage nach Sandy nimmt ein weiterer schwerer Sturm Kurs auf die US-Ostküste. Der Wintersturm könnte Neuengland und New York Schneefälle, heftigen Wind und Regen bescheren. Allerdings werde der Sturm erst in sechs Tagen erwartet, teilte der US-Wetterdienst am Donnerstag mit. Bis dahin könne sich die Prognose noch ändern.

Der Sturm werde nicht so schlimm wie Sandy, sagte der Meteorologe Bruce Sullivan. Allerdings könnte er an der sturmgeplagten Ostküste nach der US-Wahl für weitere Wetterprobleme sorgen.

Marathon als Zeichen des Aufbruchs

Dazwischen soll lange genug «Normalwetter» herrschen, damit zehntausende Hobbyläufer und ein paar Dutzend Weltklasse-Athleten den Marathon durch die New Yorker Stadtviertel absolvieren können. Dass der Marathon am Sonntag trotz der Sturmopfer und der massiven Schäden durchgeführt wird, sorgt für teils harsche Kritik.

Doch Mary Wittenberg, die Chefin von New York Road Runners, dem Organisator des traditionsreichen Rennens, verteidigt den Entscheid: «Hier gehts nicht ums Rennen, hier gehts darum, der Stadt zu helfen», sagte sie gemäss der «New York Times». «Wir widmen dieses Rennen den Menschen, die ihr Leben verloren, und helfen der Stadt dabei, sich aufzurappeln.»

Einige Anlässe werden abgesagt

Bürgermeister Michael Bloomberg, in dessen Kompetenz eine Absage des Marathons liegen würde, sagte, er erwarte, dass das Rennen stattfinden werde: «Diese Stadt ist eine Stadt, in der das Leben weitergehen muss.»

Einige Anlässe, die jeweils vor dem Marathon stattfinden, können allerdings nicht durchgeführt werden, und manche Marathonläufer müssen in letzter Minute eine neue Unterkunft finden. Den Schweizern, die mit Markus Ryffel nach New York gereist sind, ist dies gelungen. (bem/dapd)

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