José Mourinho: «Der Masseur sprach zum Team, nicht ich»
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José Mourinho«Der Masseur sprach zum Team, nicht ich»

Chelsea-Trainer José Mourinho ist für seine ungewöhnlichen Trainingsmethoden bekannt. Doch nun schoss er den Vogel ab: Er liess den Masseur an seiner Stelle zum Team sprechen.

von
hua

In der Premier League kam es am Montag zum grossen Aufeinandertreffen zwischen Manchester City und Chelsea. Das mit Spannung erwartete Spiel konnten die Londoner mit 1:0 für sich entscheiden. Warum es für Chelsea so gut lief, hat einen einfachen Grund. Trainer José Mourinho erklärte an der Pressekonferenz nach der Partie, was ausschlaggebend war. «Ich habe nicht mit dem Team gesprochen.»

«Was hat er da gerade gesagt?», fragten sich wohl die meisten der anwesenden Journalisten. «Ich meine es ernst», fuhr der Portugiese fort. Und dann folgte die Bombe: «Es war Billy der Masseur, der mit der Mannschaft sprach. Er schrie so laut in seinem schottischen Akzent ‹grrr, grrr grrr›, dass ich nichts verstanden habe ... aber die Spieler haben applaudiert, also haben sie es verstanden.»

Mourinho besteht auf seiner Version

Oh ja, sie hatten verstanden. Mourinhos Spieler dominierten das Spiel und sicherten sich den Sieg. Und das offenbar mit Hilfe des Masseurs. Denn Mourinho bestand darauf, dass er nichts damit zu tun gehabt habe. «Ich meine es wirklich ernst. Das letzte Mal, dass ich zu den Spielern gesprochen habe, war am Mittag.» Das Mannschafts-Gespräch mit dem Masseur habe den Unterschied gemacht. «Billy war heute fantastisch», lobte der Trainer.

Doch trotz dieses schönen Sieges stapelte Mourinho tief und versuchte, die hohen Erwartungen einzudämmen. Der Coach ist nämlich davon überzeugt, dass Chelsea heuer den Meistertitel nicht holen könne, wie der «Mirror» berichtet. Auf die Frage, ob der Titelkampf nun ein Rennen mit drei Pferden – Arsenal, Manchester City und Chelsea – sei, erwiderte der 51-Jährige: «Es sind zwei grosse Pferde und ein kleines. Das ist ein nettes Pferd, aber ein Pferd, das immer noch Muttermilch braucht und lernen muss, wie man springt. Ein Pferd, das in der nächsten Saison Rennen bestreiten kann.» Und zu guter Letzt meinte Mourinho: «Der Jockey? Das ist Billy!»

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