Murat Yakin: Der Meistertrainer verlässt den FC Basel
Aktualisiert

Murat YakinDer Meistertrainer verlässt den FC Basel

Murat Yakin und die Clubführung des FC Basel haben sich gemeinsam entschieden, die erfolgreiche Zusammenarbeit in der kommenden Saison nicht fortzusetzen.

von
ofi/ete

Seit Oktober 2012 war Murat Yakin Trainer beim FC Basel, mit dem er bereits als Spieler und Abwehrchef grosse Erfolge gefeiert hatte. Er übernahm das Traineramt von Heiko Vogel, führte den FCB zweimal in Folge zum Meistertitel und feierte auch auf europäischer Bühne grosse Erfolge. Zweimal standen die Basler in der Champions-League-Gruppenphase und erreichten dort mit Rang drei die Europa-League-K.O.-Runde. 2013 scheiterte Yakin mit seinem Team erst am späteren Sieger Chelsea im Halbfinal, in der ablaufenden Saison war der Viertelfinal gegen Valencia Endstation.

Wie der FC Basel in einer Medienmitteilung am Samstagmittag bekannt gab, haben sich die Klubführung und Yakin in gemeinsamen Gesprächen einvernehmlich darauf geeinigt, die Zusammenarbeit trotz Vertrag bis 2015 zum Ende dieser Saison zu beenden. «Es war eine erfolgreiche, intensive und schöne Zeit», schaut Yakin positiv zurück.

Die sportliche Bilanz stimmt, trotz Unruhen in der aktuellen Saison

Was nach den knapp zwei Jahren von Murat Yakin feststeht: Seine Bilanz kann sich sehen lassen. Titel und Resultate sind immer noch zuverlässige Parameter im Sport. Yakin ist seit 580 Tagen FCB-Trainer und hat von bisher 98 Pflichtspielen (59 Liga, 11 Cup und 28 Europacup) 56 gewonnen, 26 Unentschieden erzielt und 16 Partien verloren. In der Super League kann er aus total 59 Duellen auf 34 Siege und 18 Remis zurückschauen und hat lediglich 7 Spiele (106:50) verloren. In der Saison 2013/14 hat er mit Basel nur zwei Niederlagen (18 Siege, 15 Remis) kassiert.

Dennoch, es war keine einfache Spielzeit für den alten und neuen Meister. Kritik an Yakins defensiver Spielweise, an seinem Führungsstil, seiner Rhetorik, gewichtige Abgänge wie von Aleksandar Dragovic (Dynamo Kiew) und Mohamed Salah (Chelsea) und eine ungewöhnlich lange Liste an verletzten Spielern sorgten für Probleme und Unruhe. «Es hat Ruhe gebraucht, um sich nicht von Provokationen anstecken zu lassen», sagt Yakin, «es wäre nicht notwendig, denn man muss weit suchen, bis man einen Verein findet, der ein gleich gutes Gesamtpaket bietet, wie der FCB. Aber offenbar braucht es den Gegenwind in Basel.»

Abtritt mit einem weiteren Höhepunkt

In der Schlussabrechnung waren diese Erfolge aber offenbar nicht genug, um sich auf die Konditionen der weiteren Zusammenarbeit zu einigen. In wichtigen Punkten haben sich der Trainer und die Vereinsleitung zuletzt nicht mehr gefunden und nun die Konsequenzen gezogen.

Deine Meinung