Teermaschine explodiert: «Der Motor ist 200 Meter weit geflogen»
Aktualisiert

Teermaschine explodiert«Der Motor ist 200 Meter weit geflogen»

Im sankt-gallischen Lütisburg ist am Mittag das Fass einer Teermaschine explodiert. Der Knall war so laut, dass fünf Personen einen Gehörschaden erlitten. Darunter ein dreijähriges Kind.

von
dwi

«Ich hörte einen extrem lauten Knall», erzählt ein Leser-Reporter. Der Grund: In Lütisburg SG ist ein Bitumenfass in die Luft gegangen. Auch die Druckwelle habe er gespürt, so der Leser-Reporter. Vor Ort zeigte sich die Wucht der Explosion. «Alles ist voller Bitumen und überall liegen Teile der Maschine. Der Motor ist 200 Meter weit geflogen, ein Teil ist in einem Garten gelandet», berichtet der Ohren-Zeuge.

Hans-Peter Eugster, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, bestätigt auf Anfrage, dass es zu der Explosion gekommen ist. Unklar ist noch immer, warum das Fass in die Luft gegangen ist. Eine Baufirma hatte die Hofwiesstrasse mit Bitumen eingespritzt, im Schlepptau ein Anhänger mit einem Bitumenfass. Plötzlich explodierte der Kessel. Der 7 Kilogramm schwere Kompressor wurde wegkatapultiert und landete nach 220 Metern an einer Hausfassade, der Motor lag rund 100 Meter vom Ereignisort entfernt in einem Garten.

Gemäss Eugster wurde niemand schwer verletzt. Allerdings erlitten die drei Mitarbeiter der Baufirma sowie eine Anwohnerin und ihr dreijähriges Kind Gehörschäden. Die vierzig Liter zwanzig Grad warmen Bitumens spritzten ausserdem die Betroffenen voll. Sie wurden mit Rettungswagen ins Spital gebracht. Gemäss der Kantonspolizei St. Gallen enstand ein Sachschaden von rund 30 000 Franken. Der kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei untersucht nun den Fall.

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