Definitives Aus: Der MSN Messenger ist endgültig tot!

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Definitives AusDer MSN Messenger ist endgültig tot!

Nur in China wurde der MSN Messenger zuletzt noch genutzt. Doch jetzt wird der Dienst auch dort eingestellt. Die Anwender sollen künftig via Skype kommunizieren.

von
sts
Der MSN Messenger war in grossen Teilen der Welt vor 15 Jahren gestartet worden

Der MSN Messenger war in grossen Teilen der Welt vor 15 Jahren gestartet worden

Um die Jahrtausendwende war er bei Teenagern das beliebteste Kommunikationsmittel: der MSN Messenger. Statt nach der Handynummer wurde auf Pausenplätzen noch oftmals nach der für den Messenger genutzten E-Mail-Adresse gefragt. Dies wohl vor allem auch deshalb, weil SMS und Handytelefonate ohne Flatrate-Abos das Budget vieler Kinder und Jugendlicher gesprengt hätten, während der MSN Messenger gratis verfügbar war. Einmal online, konnte man auf der Instant-Messaging-Plattform zuerst Statusmeldungen wie «Sek2B, ich liebe euch alle soooo fest» oder «I will neVaH forget Mah Badboyyy» lesen. Auch die Anzeigenamen waren mit «Playboy#69» oder «SweetLady89» nicht minder kreativ. Viele erste Annäherungsversuche fanden über den Messenger statt.

Microsoft hat für Ende Oktober 2014 das endgültige Aus des MSN Messenger, der im deutschsprachigen Raum seit Mitte 2006 Windows Live Messenger hiess, angekündigt. Zuletzt war der Dienst nur noch in China verfügbar, jetzt stellt ihn Microsoft auch dort ein. Der Dienst war in grossen Teilen der Welt vor 15 Jahren gestartet worden - in China war der Messenger erst vor zehn Jahren verfügbar. Im Jahr 2005 zählte er zu den beliebtesten Angeboten in der Volksrepublik. Mit der Zeit büsste das Instant-Messaging-Programm mangels Aktualisierungen an Popularität ein.

Der Trost: 1.50 Franken für Skype-Telefonate

Die chinesische Zeitung «Dongfang Daily» hat ein von Microsoft an chinesische Kunden verschicktes E-Mail veröffentlicht. Die Messenger-Kontakte würden in Skype übernommen, verspricht der Konzern in der Nachricht. Zudem erhält jeder wechselwillige Anwender einen Gutschein im Wert von zwei Dollar (rund 1.50 Franken) für internationale Gespräche via Skype. Der von Microsoft übernommene Allround-Kommunikationsdienst Skype erfreut sich in China laut Branchenkennern noch nicht allzu grosser Beliebtheit, landesspezifische Nutzerzahlen sind aber bislang unbekannt.

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