Noch eine Giraffe: Der nächste Marius steht auf der Abschussliste
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Noch eine GiraffeDer nächste Marius steht auf der Abschussliste

Nach der Tötung der Giraffe Marius in Kopenhagen war der mediale Aufschrei gross. Nun soll in Dänemark eine weitere Giraffe getötet werden. Und wieder ist ihr Name Marius.

Ungeachtet der Empörung über die Tötung der jungen Giraffe Marius im Zoo von Kopenhagen erwägt auch ein anderer dänischer Tierpark die Tötung einer gesunden Giraffe. Das im Jyllands Park Zoo in Jütland lebende Tier heisst zufällig ebenfalls Marius.

Das sagte Tierpflegerin Janni Loejtved Poulsen der Nachrichtenagentur AFP. Marius aus Jütland sei uninteressant für den Zoo geworden, weil seine Gene bereits im Europäischen Programm für gefährdete Arten (EEP) der europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung EAZA vorhanden sind.

Der Zoo hatte sich dem Programm vor gut einem Jahr angeschlossen und im April eine reinrassige männliche Giraffe bekommen - zum Nachteil von Marius: «Wir werden ihn nicht behalten können, wenn wir auch ein Weibchen bekommen, weil sich dann die beiden Männchen streiten werden», sagte die Pflegerin. Wenn die europäische Organisation kein neues Zuhause für Marius finde, müsse er getötet werden.

Die Tötung des eineinhalb Jahre alten Giraffenkalbs in Kopenhagen am Sonntag hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der Grund für die öffentliche Empörung war nicht nur, dass Marius kerngesund war, sondern auch, dass er vor den Augen von Zoobesuchern - darunter Kindern - zerlegt wurde.

Nach der Tötung erhielt Zoodirektor Bengt Holst Morddrohungen. Der Hauptstadt-Zoo hatte die Massnahme mit den Regeln der EAZA begründet, wonach Inzucht bei Giraffen vermieden werden muss. (sda)

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