Gleiches Produkt, neuer Name: «Der Name ‹Mohrenkönig› ist nicht mehr zeitgemäss»

Aktualisiert

Gleiches Produkt, neuer Name«Der Name ‹Mohrenkönig› ist nicht mehr zeitgemäss»

Eric von Graffenried (58) produziert neu die Heimberger Spezialität «Mohrenkönig». Der erfolgreiche Anwalt ändert jedoch den Namen der Süssigkeit.

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pal
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Der Anwalt Eric von Graffenried ist neuer Geschäftsleiter von Chocolat Ammann.

Der Anwalt Eric von Graffenried ist neuer Geschäftsleiter von Chocolat Ammann.

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Er produziert neu die Heimberger Spezialität «Mohrenkönig».

Er produziert neu die Heimberger Spezialität «Mohrenkönig».

pal
Diese wird den Namen «Mohrenkönig» jedoch verlieren.

Diese wird den Namen «Mohrenkönig» jedoch verlieren.

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Seit 1959 kauften Schweizer «Mohrenkönige». Die süsse Eiweissspeise mit Schokoladenüberzug wird seit jeher von der Firma Chocolat Ammann mit Sitz in Heimberg produziert. Seit Frühling steht dort Eric von Graffenried an der Spitze. Mit 58 Jahren schlug der erfolgreiche Anwalt ein neues Kapitel in seinem Leben auf und wagte sich in die Lebensmittelbranche: «Ich wollte mal etwas anderes machen», sagt er.

Seither bringt der Mann aus Kirchdorf frischen Wind in das Traditionsunternehmen. So soll etwa der Name «Mohrenkönig» gänzlich verschwinden, wie von Graffenried gegenüber 20 Minuten sagt: «Der Name ‹Mohrenkönig› ist nicht mehr zeitgemäss und steht daher nun auch nicht mehr auf der Folie.» Die neu produzierten Schokoköpfe würden bereits ohne diesen Aufdruck ausgeliefert.

Mango, Minze oder Basilikum?

Weiter will der neue Geschäftsführer schon bald neue, frische Sorten auf den Markt bringen. Im Sommer soll die Eiweissmasse etwa auch mit Pfefferminz- oder Mango-Geschmack angeboten werden. Denkbar sei sogar, Basilikum zu verwenden.

Seit Frühling hat von Graffenried, der entfernt mit dem Berner Stapi Alec von Graffenried verwandt ist, die Leitung von Chocolat Ammann übernommen. Gegenüber 20 Minuten zieht er eine erste Bilanz: «Ich bin positiv überrascht, wie viel wir in sieben Monaten bereits bewirken konnten.» Er verfolge jedoch noch viele weiter Projekte – etwa den Verzicht auf umweltbelastende Materialien wie Plastik.

Tägliche Zuckerration

Der Wechsel vom Anwaltsstuhl in die Fabrikhalle sei «sehr intensiv» gewesen. Aber er möge seine neue Berufung. Seit er die Firma im Frühling übernommen habe, esse er täglich mindestens einen der Schokoköpfe: «Qualitätskontrollen sind auch Chefsache.»

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