Aktualisiert 01.02.2019 12:18

Formel 1Der Name «Sauber» verschwindet

Das Schweizer Formel-1-Team startet ab der kommenden Saison unter dem Namen «Alfa Romeo Racing».

von
bol/ddu
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Der Name «Sauber» verschwindet aus der Formel 1 und somit auch von den Boliden: Das Schweizer Team startet ab der kommenden Saison unter dem Namen «Alfa Romeo Racing».

Der Name «Sauber» verschwindet aus der Formel 1 und somit auch von den Boliden: Das Schweizer Team startet ab der kommenden Saison unter dem Namen «Alfa Romeo Racing».

Keystone/Luca Bruno
Teamchef Frédéric Vasseur verkündet den Namenswechsel mit Freude, während Fans keinen Gefallen an der Änderung finden.

Teamchef Frédéric Vasseur verkündet den Namenswechsel mit Freude, während Fans keinen Gefallen an der Änderung finden.

Keystone/Zsolt Czegledi
Michael Manley, CEO der Fiat-Chrysler-Automobile Group, hält schriftlich fest: «Wir sind stolz darauf, mit Sauber zusammenzuarbeiten, um Alfa Romeos Tradition der technischen Exzellenz und des italienischen Elans zur Spitze des Motorsports zu machen.»

Michael Manley, CEO der Fiat-Chrysler-Automobile Group, hält schriftlich fest: «Wir sind stolz darauf, mit Sauber zusammenzuarbeiten, um Alfa Romeos Tradition der technischen Exzellenz und des italienischen Elans zur Spitze des Motorsports zu machen.»

Keystone/Tannen Maury

Der Schweizer Rennstall gibt via Medienmitteilung einen Namenswechsel bekannt. Das in Hinwil ansässige Formel-1-Team fährt ab der neuen Saison unter dem Namen «Alfa Romeo Racing». Bislang hiess es «Alfa Romeo Sauber Racing». Der Name «Sauber», der von Gründer und Besitzer Peter Sauber herführt, verschwindet somit aus der Formel 1. Auf die Partnerschaft der beiden Unternehmen hat dieser Entscheid keinen Einfluss.

Im Communiqué hebt Teamchef Frédéric Vasseur hervor, dass ihm die Ankündigung des Namenswechsels eine grosse Freude sei. «Nach der Initialisierung der Kollaboration mit Titel-Sponsor Alfa Romeo im Jahr 2018 haben wir fantastische Fortschritte auf technischer, kommerzieller und sportlicher Seite gemacht. Das hat uns einen Motivations-Schub auf und neben der Strecke im Hauptquartier in der Schweiz gegeben, da die harte Arbeit in unseren Resultaten gespiegelt wurden», wird Vasseur zitiert.

Die Mitteilung ist mit einem Statement von Michael Manley, CEO der Fiat-Chrysler-Automobile Group, ergänzt: «Alfa Romeo Racing ist ein neuer Name mit einer langen Geschichte in der Formel 1. Wir sind stolz darauf, mit Sauber zusammenzuarbeiten, um Alfa Romeos Tradition der technischen Exzellenz und des italienischen Elans zur Spitze des Motorsports zu machen.» Und er verspricht: «Seien Sie sicher: mit Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi auf einer Seite der Boxengasse, und der Expertise von Alfa Romeo und Sauber auf der anderen, sind wir hier um zu konkurrieren.»

Partnerschaft bleibt bestehen

Die Partnerschaft zwischen Sauber und Alfa Romeo wurde 2018 initiiert. Das Team hatte in der letzte WM-Saison im 8. Rang beendet. Die Dauer der Partnerschaft wurde weiter verlängert, wobei die Eigentümer sowie das Management von Sauber unverändert und unabhängig bleiben.

Seit 1993 war der Name Sauber 26 Jahre lang ununterbrochen in der Formel 1 vertreten – auch als BMW von 2006 und 2009 die Aktienmehrheit besass, blieb die Bezeichnung bestehen. BMW-Motorsportdirekor Mario Theissen begründete damals den Doppelnamen BMW Sauber damit, dass dies die Fakten widerspiegle: «Das Team wird von BMW geführt, die Sauber-Leute bilden den Kern der Equipe.»

Nun sieht man das offenbar anders und lässt den Namen Sauber verschwinden, obschon sich an den Besitzverhältnissen und dem führenden Personal nichts ändert. Es ist aber ein Indikator dafür, wieviel Einfluss Alfa Romeo respektive die Fiat-Chrysler-Gruppe in Hinwil hat.

(bol/ddu/sda)

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