Zürich-Oerlikon: «Der neue Bahnhof ist ein Meisterwerk»

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Zürich-Oerlikon«Der neue Bahnhof ist ein Meisterwerk»

Die Bauarbeiten am Bahnhof Oerlikon sind fertig: Nach rund sieben Jahren Bauzeit ist der sechstgrösste Bahnhof der Schweiz um- und ausgebaut.

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jen

So sieht der umgebaute Bahnhof Oerlikon aus. (Video: Jennifer Furer)

28 neue Geschäfte auf 2000 Quadratmeter Fläche, acht statt sechs Gleise, verbreiterte Perrons und Perrondächer und neue Fussgänger- und Veloverbindungen: Der um- und ausgebaute Bahnhof Oerlikon wurde am Mittwoch nach rund sieben Jahren Bauzeit feierlich eröffnet.

«Endlich bekommt der Bahnhof Oerlikon das Gewicht und die Infrastruktur, die er benötigt», sagte FDP-Regierungsrätin Carmen Walker Späh am Mittwoch vor den Medien. Früher sei der Bahnhof aus allen Nähten geplatzt. Zudem spiele der Bahnhof Oerlikon für die Durchmesserlinie eine zentrale Rolle: «Ohne diesen würde die Durchmesserlinie nicht funktionieren.»

«Die Rampen genügen sogar Markus Knauss»

Auch FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger ist begeistert vom fertigen Grossprojekt: «Der neue Bahnhof ist mega gut geworden.» Vor allem gelungen, seien die Nord- und Südquartierverbindungen. Zu den nicht vorhandenen Rolltreppen im Bahnhof sagte er: «Die Auf- und Abwärtsrampen genügen sogar dem grünen Gemeinderat Markus Knauss»

«Es ist unglaublich, was wir gemacht haben. Der neue Bahnhof ist ein Meisterwerk», lobte Jürg Stöckli, Leiter SBB Immobilien, das Grossprojekt. Er bedankte sich zudem bei den geduldigen und kulanten Pendlern, denn «der Bahnhof war wirklich eine Baustelle».

Stadtrat Filippo Leutenegger, Regierungsrätin Carmen Walker Späh und Leiter Immobilien SBB Jürg Stöckli äussern sich zum neuen Bahnhof:

Stimmen zum neuen Bahnhof Oerlikon

Politiker und die SBB äussern sich zum neuen Bahnhof Oerlikon VIDEOLEGENDE:

11 statt bisher sieben S-Bahn-Linien

Die SBB hat der Umbau rund 525 Millionen Franken gekostet. Die Stadt Zürich ihrerseits investierte zusätzlich rund 190 Millionen Franken in den Ausbau des Bahnhofs, die Gestaltung der umliegenden Strassen und Plätze sowie die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz.

Mit der Ausweitung des Bahnhofs erwartet die SBB künftig durchschnittlich 110'000 Reisende pro Tag. 2014 seien es 84'500 Pendler gewesen. Auch der Zugverkehr wird durch den Umbau angekurbelt: Statt bisher sieben werden künftig 11 S-Bahn-Linien im Bahnhof Oerlikon halten.

Verärgerte Pendler

Das Grossbauprojekt verlief nicht immer reibungslos: Einige Pendler zeigten sich über die Umbauarbeiten verärgert: «Seit zwei Jahren muss ich mich über behelfsmässige Holztreppen und ewig lange Umwege auf die andere Seite des Bahnhofs durchschlagen», sagte etwa eine Angestellte der ABB. Auch verzweifelte Touristen waren keine Seltenheit: «Nie hätten sie so etwas in der Schweiz erwartet», schimpften diese. Ausserdem seien nirgends Infotafeln zu sehen gewesen.

Zu reden gaben auch die nicht vorhandenen Rolltreppen im neugestalteten Bahnhof Oerlikon. «Man hat den Einbau geprüft, aber es steht schlicht zu wenig Platz zur Verfügung», hiess es seitens der SBB.

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So soll der Bahnhof Oerlikon nach dem Umbau Ende 2016 aussehen.

So soll der Bahnhof Oerlikon nach dem Umbau Ende 2016 aussehen.

Visualisierung SBB
In die Unterführungen werden 27 neue Läden einziehen.

In die Unterführungen werden 27 neue Läden einziehen.

Visualisierung SBB
Darunter sind viele alte Bekannte wie etwa Brezelkönig.

Darunter sind viele alte Bekannte wie etwa Brezelkönig.

Keystone/Steffen Schmidt

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