Power-Bayer: Der neue BMW M2 ist schneller, stärker und grösser

Fahren, bis die Socken qualmen: BMW lanciert die zweite Generation der Fahrspassmaschine M2. 

Fahren, bis die Socken qualmen: BMW lanciert die zweite Generation der Fahrspassmaschine M2. 

BMW
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Power-BayerDer neue BMW M2 ist schneller, stärker und grösser

Der BMW M2 lief letztes Jahr aus – nun wurde die zweite Generation enthüllt.

von
Dave Schneider

Der letzte seiner Art – das liest man in letzter Zeit immer wieder: Der Letzte mit grossem V8, der Letzte mit Verbrennungsmotor, der Letzte, der ungetrübten Fahrspass bietet. Das war auch beim BMW M2 der Fall, als er letztes Jahr vom Markt genommen wurde – doch nun wird er komplett neu aufgelegt, und zwar erneut mit Reihen-Sechszylinder, Handschaltung und Heckantrieb. So, wie es sich gehört.

Mehr in allen Belangen

Die zweite Generation des M2 übertrumpft den Vorgänger von 2015 punkto Leistung und Performance deutlich: Sein 3-Liter-Benziner generiert 338 kW/460 PS – die erste Generation startete mit 272 kW/370 PS, was beim Facelift 2018 auf 301 kW/410 PS angehoben wurde. Der neue Hochleistungs-Reihensechser mit der internen Bezeichnung S58 wuchtet ausserdem ein maximales Drehmoment von 550 Nm zwischen 2650 und 5870 Umdrehungen, und damit lässt es der Hecktriebler ordentlich krachen: Handgerissen stürmt der bayerische Heisssporn in 4,3 Sekunden auf Tempo 100, mit der optionalen Wandlerautomatik sind es 0,2 Sekunden weniger. Der Topspeed ist bei 250 km/h abgeregelt und lässt sich gegen Aufpreis auf 285 km/h anheben. Der WLTP-Verbrauch der etwas sparsameren Automatik-Version liegt bei 9,6 Liter pro 100 Kilometer – nicht, dass das die typische Klientel interessieren würde.

Wie heute üblich ist auch der M2 in seiner neuen Modellgeneration im Vergleich zum Vorgänger gewachsen. Mit einer Länge von 4,58 Metern passt er aber noch gut ins Segment der potenten Kompaktwagen. Der Radstand ist ebenfalls länger, was sich gerade in hohem Tempo positiv auf die Stabilität auswirken sollte. Mit den 1,7 Tonnen Leergewicht kommt der famose Reihensechser spielend zugange.

Dicke Backen: Die Radhäuser sind weit ausgestellt, die vier Endrohre prominent platziert. 

Dicke Backen: Die Radhäuser sind weit ausgestellt, die vier Endrohre prominent platziert. 

BMW
Der Neue stürmt in 4,1 Sekunden auf Tempo 100 – die optionale Wandlerautomatik ist noch 0,2 Sekunden schneller.

Der Neue stürmt in 4,1 Sekunden auf Tempo 100 – die optionale Wandlerautomatik ist noch 0,2 Sekunden schneller.

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Der leicht gewölbte Screen, bestehend aus zwei Displays, dominiert das sportliche Cockpit. 

Der leicht gewölbte Screen, bestehend aus zwei Displays, dominiert das sportliche Cockpit. 

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Typisch M GmbH, wurde das Fahrwerk nicht für hohen Komfort, sondern für möglichst schnelles Kurvenfahren ausgelegt – wie viel Restkomfort geblieben ist, wird eine erste Testfahrt dann zeigen. 19 Zöller vorn und 20 Zöller hinten sind Standard, genauso wie die Differentialsperre an der Hinterachse mit bis zu 100 Prozent Sperrwirkung. Eine Verbund-Bremsanlage und eine aktive Dämpferregelung gehören ebenfalls zum Serienumfang.

Dass auch der neue BMW M2 eine grossartige Fahrmaschine sein wird, darüber sind sich wohl alle einig. Worüber man geteilter Meinung sein wird, ist sein Design: Zwar wird für einmal nicht die BMW-Niere Stein des Anstosses sein, die bei diesem Modell deutlich kleiner ausgefallen ist als bei den grossen Brüdern M3 und M4, doch spätestens bei der Heckansicht werden sich die Geister scheiden. Zu den Schweizer Händlern rollt der neue M2 ab April 2023, die Preise beginnen bei 92'700 Franken.

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