Dimitri Oberlin: Der neue FCB-Stürmer ist ein Wiederholungstäter
Aktualisiert

Dimitri OberlinDer neue FCB-Stürmer ist ein Wiederholungstäter

Dimitri Oberlin hat bei seinem FCB-Einstand seinen ersten Saisontreffer erzielt. Das gelingt dem U21-Internationalen nicht zum ersten Mal.

von
E. Tedesco
Thun

Dimitri Oberlin trifft bei seinem FCB-Einstand zum 3:0-Schlussresultat und ist glücklich über das gelungene Debüt.(Video: 20 Minuten)

Vor zwei Wochen hat Oberlin beim FCB unterschrieben. Bis Ende Saison soll der talentierte Stürmer den Bebbi auf Leihbasis in der Offensive aushelfen. Am Samstag kam Oberlin nach 70 Tagen ohne Pflichtspiel nun zu seinem ersten Einsatz in Rotblau. Trainer Raphael Wicky wechselte den jungen Stürmer in der 69. Minute für Kevin Bua ein.

Es dauerte eine Weile, bis sich der 19-Jährige auf dem Platz zurechtfand, aber zu diesem Zeitpunkt lief im Basler Spiel nichts mehr zusammen. Und trotzdem kam Oberlin in den knapp 25 Minuten im Basler Sturm zu einigen Chancen.

In der 88. Minute scheiterte er nach einer Vorlage von Taulant Xhaka an Francesco Ruberto. In der 90. Minute wollte Mohamed Elyounoussi den Ball generös über den Thun-Keeper zu Oberlin chippen, aber der roch den Braten sofort. Eine Minute später tanzte Oberlin Thun-Verteidiger Nicolas Bürgy aus, traf dann aber nur ins Aussennetz. «Das hätte ich besser machen müssen», sagt die Salzburg-Leihgabe nach seinem Einstand.

Oberlin und die Premieren-Tore

Aber dann traf er doch noch. In der 96. Minute erzielte er den Treffer zum 3:0-Schlussresultat für den FCB und sein erstes Tor in Rotblau. Schon wieder. Oberlin und Premieren-Tore – das passt.

Der Stürmer ist ein Wiederholungstäter. Als er in der Saison 2015/16 an Liefering, dem Farmteam der Bullen, ausgeliehen wurde, traf er in seinem ersten Spiel doppelt. Nach einem halben Jahr wurde er nach Altach in die österreichische Bundesliga ausgeliehen und – jawohl – auch bei diesem Debüt traf Oberlin. Nach 20 Spielen (9 Tore) beorderte ihn Red Bull Salzburg zurück. Und wer erzielte beim 1:0-Sieg der Salzburger gegen Mattersburg den Siegtreffer? Ganz genau. Oberlin.

Wieso der FC Basel?

«Ich kann von dieser Mannschaft sehr viel lernen und bin glücklich, dass ich helfen konnte, als ich reinkam. Aber ich sehe die Sache nicht so», sagt Oberlin. «Ich versuche mein Bestes zu geben, wenn ich spiele. Ich habe auch Möglichkeiten vergeben vorher, aber es stimmt schon, dass ich bisher immer das Glück hatte, zu treffen. Ich freue mich, wieder in der Schweiz zu spielen, ich fühle mich frei und denke, der Rest kommt von allein.»

Wieso aber ist das Stürmer-Talent, das in halb Europa begehrt war – so die Worte von Sportchef Marco Streller – beim FCB gelandet? «Als die Anfrage kam, habe ich das sofort toll gefunden. Der FC Basel ist das beste Team in der Schweiz. Mir hat die Clubphilosophie gefallen, der Sport-Direktor hat mich sofort überzeugt und auch der Trainer. So habe ich die Chance sofort genützt», sagt Oberlin.

Ruhig und lieb

Noch sei er nicht in Bestform. «Ich brauche noch etwas Spielpraxis, aber in ein paar Wochen bin ich sicher wieder auf meinem Toplevel», so der U21-Internationale, der fast die komplette Rückrunde in Österreich verletzungsbedingt verpasst hatte. Dennoch war Wicky mit dem Einstand seines jungen Wunschtransfers zufrieden. «Ich freue mich für ihn. Im ersten Auftritt zu treffen, ist für einen Stürmer wichtig.»

Seine Qualitäten habe Oberlin schon aufblitzen lassen. «Er ist sehr dynamisch, schnell und zielstrebig. Mehr gibt es nicht zu sagen», so der FCB-Trainer. Und dann fällt ihm doch noch etwas ein: «Er ist sehr ruhig und lieb.» Wobei davon auf dem Platz nicht viel zu sehen war – zum Leidwesen der Gegner.

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