Aktualisiert 07.01.2008 10:38

Der neue Ferrari: «Eine wahre Göttin»

Ohne grosses Tamtam, ohne Prominenz, ohne Firmenchefs und ohne Rekord-Weltmeister und Berater Michael Schumacher hat Titelverteidiger Ferrari als erstes Team den Rennwagen für die neue Formel-1-Saison enthüllt: die «rote Göttin».

Damit war die italienische Scuderia erstmals seit Jahrzehnten auch wieder die Nummer 1 bei der Enthüllung der Boliden. Weltmeister Kimi Räikkönen erklärte bei der schlichten Präsentation des F2008 am Sonntag vor rund 60 Experten auf der Hausstrecke Fiorano: «Unser Ziel muss natürlich sein, beide Titel zu verteidigen.» Im Vorjahr hatte der Finne nach einem spektakulären Saisonfinale seine beiden McLaren-Mercedes-Konkurrenten Lewis Hamilton und Fernando Alonso in der Gesamtwertung um nur einen Punkt geschlagen.

Optisch stach bei der anschliessenden Besichtigung der neuen «roten Göttin» in der Firmenwerkstatt im benachbarten Maranello der entenähnliche «Schnabel» am meisten ins Auge. Diese Nasenform erinnert etwas an das Toyota-Vorjahresmodell. Auch sonst weist der F2008 einige spektakuläre aerodynamische Details auf. «Wir haben die Aerodynamik komplett überarbeitet. Aber die wahren Geheimnisse stecken unter der Verkleidung», verriet Technik-Direktor Aldo Costa. Hauptaufgabe sei es gewesen, «die Schwachstellen der vorigen Saison» zu beseitigen.

Obwohl in Fiat-Präsident Luca di Montezemolo, Ferrari-Chef Jean Todt und Schumacher die ganz grossen Repräsentanten bewusst fehlten, um dem neuen Führungsteam nicht die Show zu stehlen, gab Ferrari eine Personalie bekannt. Luca Baldisseri wird eine Art Super-Manager. Ausser seiner bisherigen Verantwortung für die Rennstrategie ist Schumachers früherer Renningenieur künftig auch fürs Teammanagement zuständig. Der neue Teamchef Stefano Domenicali schaute bei der Präsentation nur kurz vorbei. Er hat seinen grossen Auftritt beim traditionellen Medientreffen am Donnerstag in Madonna di Campiglio.

(si)

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