Aktualisiert 21.03.2017 10:05

Swissness lokalDer neue Foodtrend heisst Regio

Produkte mit dem Regional-Label ziehen bei den Konsumenten. Sie sind laut einer Umfrage sogar bereit, dafür rund 20 Prozent mehr zu zahlen.

von
ish
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Flagge zeigen: Die Käseplatte soll möglichst regional sein...

Flagge zeigen: Die Käseplatte soll möglichst regional sein...

Keystone/urs Flueeler
....die Schweizer Fahne allein ist zu wenig.

....die Schweizer Fahne allein ist zu wenig.

Keystone/Jean-christophe Bott
Und auch Bio allein zieht nicht mehr unbedingt: Konsumenten ziehen regionale Produkte laut der Studie biologischen vor.

Und auch Bio allein zieht nicht mehr unbedingt: Konsumenten ziehen regionale Produkte laut der Studie biologischen vor.

Keystone/Christian Beutler

Aus Swissness wird Regio: Wer Schweizer Käse isst, will möglichst wissen, aus welchem Kanton oder von welcher Alb er kommt. Laut einer Studie der Universität St. Gallen sind Produkte mit einem regionalen Label der am schnellsten wachsende Bereich bei den Lebensmitteln. «Sie haben das Potenzial auf einen Umsatz von 2 Milliarden Franken in den nächsten 5 Jahren», heisst es in der am Dienstagmorgen veröffentlichten Studie. Momentan beträgt der Umsatz 1,3 Milliarden Franken.

Damit stehen die Regio-Produkte heute umsatzmässig dort, wo Bio vor 10 Jahren begann. «Die Konsumenten sind bereit, für Regionalproudkte mehr zu bezahlen», heisst es in der Umfrage. Demnach dürfen sie im Schnitt gut 20 Prozent teurer als vergleichbare Produkte sein. Bei Früchten und Gemüse allerdings ist die Bereitschaft, mehr für regionale Produkte zu zahlen, am geringsten. Für die Studie mit dem Titel «Was ist Herkunft wert?»wurden 1260 Konsumenten in der Schweiz befragt.

Der Ökofaktor zieht nicht unbedingt

Regionalprodukte müssen nicht Bio sein. Von den Konsumenten sind sie laut Studie auch ohne Öko-Label stärker gefragt. Und sie müssen auch nicht unbedingt vom Bauern der eigenen Region stammen – Bündner Käse oder Honig ist sowohl in Graubünden wie auch Basel oder Zürich begehrt. «Die Konsumenten suchen im Zeitalter der Globalisierung und als Gegentrend zu ihr nach authentischen Produkten», heisst es in der Studie.

Das Label «Aus der Region, für die Region» zählt zu den umsatzstärksten der Migros, so die Autoren der Studie. Bei Coop heisst es «Miini Region» und umfasst rund 3000 Produkte.

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