Guy Boucher: Der neue harte Mann beim SC Bern

Aktualisiert

Guy BoucherDer neue harte Mann beim SC Bern

Der SC Bern trainierte ein erstes Mal unter dem neuen Trainer Guy Boucher. Nach der harten Einheit sprach der 42-jährige Kanadier über seine Eindrücke und Ideen.

von
Peter Berger

20 Minuten: Guy Boucher, lassen Sie immer so hart und intensiv trainieren?

Guy Boucher: Das ist mein Stil. Ich glaube an Tempo, Tempo, Tempo. Ich bin verrückt nach Geschwindigkeit. Schnell im Kopf sein, schnell mit den Händen sein, schneller als der Gegner sein, darum geht es mir.

Was ist Ihnen sonst noch wichtig?

Ich bin hart, aber ich will Fairness. Ich bin versessen auf Details. Ich bin fokussiert und intensiv. Jede Minute des Tages ist für mich eine Gelegenheit, besser zu werden und Erfolg zu haben.

Was werden Sie demnach beim SCB sofort ändern, kommt es gar zu einer Revolution?

Ich glaube nicht an Revolutionen. Erst einmal zolle ich der Arbeit meiner Vorgänger Antti (Törmänen, Anm. d. Red.) und Lars (Leuenberger) Respekt. Ich will ihr Werk nicht zerstören, sondern auf ihrer Grundlage aufbauen. Eine gute defensive Basis ist bereits vorhanden. Meine Stärke ist die Offensive, da wollen wir mehr machen.

Was ist Ihnen beim Videostudium der SCB-Spiele aufgefallen?

Ich sah unter anderem, dass viele Spieler oft zögerten. Daran haben wir bereits im ersten Training gearbeitet.

Und was waren Ihre ersten Eindrücke vom Training?

Nun, die Situation ist klar, jeder wollte dem neuen Coach imponieren und arbeitete so hart er konnte. Der Schlüssel wird nun sein, zu erkennen, wer diese Haltung beibehält.

Viel Zeit bleibt Ihnen nicht.

Wir spielen schon am Freitag, perfekt. Lasst uns ins kalte Wasser springen und diese Herausforderung meistern.

Nach diesem Wochenende folgt schon die Olympiapause.

Das ist gut und wird uns Zeit geben. Denn ich will ein Ding nach dem anderen tun und nicht fünf auf einmal.

Warum hat ein Engagement im November beim SCB noch nicht geklappt?

Die Verhandlungen verliefen positiv, aber gewisse Umstände gaben den Ausschlag. Aber jetzt hat es gepasst und darüber bin ich glücklich. Die Schweiz hat grossartige Schulen, respektvolle Leute, einen hohen Lebensstandard. Mein Engagement ist eine Win-win-Situation für mich und die Familie. Meine Frau und die drei Kinder werden bald hierherziehen.

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