Herren-Wahl: Der neue Mister heisst Jan Bühlmann

Aktualisiert

Herren-WahlDer neue Mister heisst Jan Bühlmann

Der neue schönste Schweizer heisst Jan Bühlmann. Der Luzerner setzte sich bei der Mister-Schweiz-Wahl in Genf gegen 15 andere Kandidaten durch. Bühlmann ist 22 Jahre alt, angehender Student und noch zu haben.

von
Monika Freund

Trotz hartem Waschbrettbauch und einer Körpergrösse von stattlichen 1,90 Metern steht der neue Mister Schweiz zu seinen zarten und kreativen Seiten: Bühlmann spielt leidenschaftlich gerne Klavier, komponiert sogar selber Stücke, singt und zeichnet gerne. Bei einem ergreifenden Film kann er auch mal Tränen vergiessen.

Beruflich zieht es den Kreativen mit den wuschligen Haaren auf die Bühne: Ein Zertifikat einer Schauspielschule bezeichnet er als grössten Traum. Auf das Schweizer Promi-Parkett hat er es nun immerhin geschafft.

Ein Bartträger wird Zweiter

Zum zweitschönsten Mann wurde der Zürcher Stefan Tobler (28) gewählt, der einzige Kandidat mit Bart. Auf dem dritten Platz landete Fitnesstrainer Rafael Beutl (24) aus Affoltern im Emmental BE. Auch diese beiden Männer warten noch auf die Richtige.

Die gut zweieinhalbstündige Wahlshow war als Suche nach dem neuen Super-Agenten konzipiert. Die 16 Kandidaten wurden beim Martini- Trinken gezeigt, beim Pokern, bei einem Bootsrennen und bei einer Verfolgungsjagd durch Innenstadtstrassen in Ägypten, wo das so genannte «Mister-Camp» stattfand.

«Lesen und Schreiben wäre nicht schlecht»

In der Jury, die bei der Wahl nebst den Fernsehzuschauern ebenfalls ein Wörtchen mitzureden hatte, sassen das Model Julia Saner, Ex-Mister Schweiz Miguel San Juan, Snowboarderin Manuela Pesko, Bettina Portmann von der «Schweizer Illustrierten» und Soulsänger Seven.

Letzterer bezeichnete Aussehen und Ausstrahlung als die beiden wichtigsten Merkmale, die ein Mister Schweiz mit sich bringen müsse. «Aber lesen und schreiben wäre auch nicht schlecht», sagte er in Anspielung auf die Lese- und Schreibschwäche von Bühlmanns Vorgänger André Reithebuch.

Reithebuch hatte es in den letzten Monaten vor allem wegen seiner Bildungslücken in die Schlagzeilen geschafft. Geschadet hat es ihm zumindest finanziell nicht: Während seines Amtsjahres hat der 23- jährige Zimmermann aus Linthal (GL) gut eine halbe Million Franken verdient.

Reithebuch wird künftig wieder vermehrt auf der Baustelle anzutreffen sein. Daneben will er Betten entwerfen, selber anfertigen und verkaufen.

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