Aktualisiert 16.06.2017 14:48

Weltpremiere von VW

Der neue Polo spielt ab sofort Mini-Golf

In Berlin wurde heute der neue VW Polo enthüllt. Mit viel Technik aus der Golf-Klasse will der Polo bei den Kleinwagen Boden gutmachen.

von
Thomas Geiger
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Wie ein neuer Golf: Der VW Polo in seiner sechsten Generation.

Wie ein neuer Golf: Der VW Polo in seiner sechsten Generation.

VW
Mit dem Wechsel auf die kleinste Version des Modularen Querbaukastens streckt sich der Polo noch einmal knapp zehn Zentimeter in Länge und Radstand.

Mit dem Wechsel auf die kleinste Version des Modularen Querbaukastens streckt sich der Polo noch einmal knapp zehn Zentimeter in Länge und Radstand.

VW
In Fahrt bringen den Mini-Golf mittelfristig neun Motoren, bei denen Benziner dominieren. Vom schmalen 1,0-Liter-Dreizylinder mit 65 PS bis zum aufgefrischten 1,5-Liter-Vierzylinder mit Zylinderabschaltung geht die Palette bei den Benziner, während VW nur einen TDI-Motor mit 1,6 Litern Hubraum und 80 oder 95 PS anbietet.

In Fahrt bringen den Mini-Golf mittelfristig neun Motoren, bei denen Benziner dominieren. Vom schmalen 1,0-Liter-Dreizylinder mit 65 PS bis zum aufgefrischten 1,5-Liter-Vierzylinder mit Zylinderabschaltung geht die Palette bei den Benziner, während VW nur einen TDI-Motor mit 1,6 Litern Hubraum und 80 oder 95 PS anbietet.

VW

Golf, Passat, Tiguan – wenn VW in einem Volumensegment antritt, dann steht die Marke für gewöhnlich an der Spitze. Das ist in der Kompaktklasse so, in der Mittelklasse und bei den kompakten Geländewagen. Doch ausgerechnet die Klasse der Kleinwagen, in Europa nach wie vor das grösste Segment, müssen sie Marken wie Ford und Renault überlassen. Denn an Fiesta und Clio kam der Polo in den letzten Jahren partout nicht vorbei.

Doch damit soll bald Schluss sein. Denn wenn die Niedersachsen nach der Publikumspremiere im September auf der IAA die sechste Generation des Polo an den Start bringen, wollen sie mit neuem Schick und noch mehr neuer Technik verloren Boden gut machen. Dabei setzt VW auf die Unterstützung der grossen Familie und spendiert dem Polo viele Goodies aus Golf und Passat – angefangen vom erweiterten Modularen Querbaukasten bis hin zu Infotainment und den Assistenzsystemen.

Spürbar mehr Platz

Mit dem Wechsel auf die kleinste Version des Modularen Querbaukastens streckt sich der Polo noch einmal knapp zehn Zentimeter in Länge und Radstand. Das sorgt für spürbar mehr Beinfreiheit im Fond und einen mit 351 Litern rund 25 Prozent grösseren Kofferraum. Und es bringt vor allem ein souveräneres Fahrverhalten, wie Probefahrten in einem Prototypen bewiesen. Der neue Polo federt ruhig und gelassen, lenkt sauber und präzise wirkt rundherum so solide, wie ein deutlich grösseres Auto. Die Platzreife für die Golf-Klasse hat er damit längst erreicht.

In Fahrt bringen den Mini-Golf mittelfristig neun Motoren, bei denen Benziner dominieren. Vom schmalen 1,0-Liter-Dreizylinder mit 65 PS bis zum aufgefrischten 1,5-Liter-Vierzylinder mit Zylinderabschaltung geht die Palette bei den Benziner, während VW nur einen TDI-Motor mit 1,6 Litern Hubraum und 80 oder 95 PS anbietet. Dafür haben sie allerdings noch zwei weitere Schmankerl in Planung: Wer sparen will, bekommt den Dreizylinder auch als 90 PS starken TGI mit Erdgasumrüstung und wer es gerne sportlich hat, kann sich auf einen 200 PS starken 2,0-Liter im nächsten Polo GTI freuen.

Mehr Farbe für den Polo

Aber der Polo schaut nicht nur nach dem Golf, sondern lernt auch von seinem kleinen Bruder Up. «Da haben wir uns abgeschaut, wie man ein lebenslustiges Auto baut», sagt Baureihenleiter Klaus-Gerhard Wolpert. Die Karosserie ist zwar trotz der etwas aufwändigeren Leuchten und der knackigeren Proportionen brav und bieder wie immer, doch zumindest innen bringt VW ein wenig mehr Farbe ins Spiel. Denn neben den neuen, sehr viel grösseren Touchscreens mit Klavierlackrahmen, Black-Pannel-Optik und Näherungssensor gibt es auf Wunsch auch bunte Kunststoff-Konsolen für den gewohnt nobel ausgeschlagenen Innenraum.

Er fährt sich wie ein Golf, bietet zumindest die Option auf beinahe die gleiche Ausstattung und ist dank seines grösseren Radstands vor allem in der ersten Reihe kaum weniger geräumig. Nur in einem entscheidenden Punkt will VW dann doch einen Unterscheid machen: Beim Preis. Da wahrt er einen Respektsabstand von mehreren Tausend Euro. Im Ringen mit Corsa & Co. ist VW damit sicher gut beraten. Doch intern könnte das Probleme bereiten. Denn so gut, wie der Polo jetzt Golf spielt, brauchen immer weniger das Original. Und bei Seat steht ja auch noch der neue Ibiza parat! Und ab dem nächsten Jahr gibt es den Polo auch als trendigen SUV.

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