17.11.2020 15:00

Der neue Renault Twingo mit Elektroantrieb sorgt für Dauergrinsen

Der Twingo ist ein Wonneproppen mit 190 Kilometern Reichweite zu einem fairen Preis. Hinter dem Steuer fühlt man sich fast wie bei Mario Kart.

von
Dave Schneider
17.11.2020

Kleine City-Flitzer wie der Renault Twingo sind prädestiniert für den Elektroantrieb – sie sind mehrheitlich auf kurzen Strecken unterwegs, mehr für die Fahrt ins Büro oder zur Shopping Tour gedacht als für lange Strecken in den Familienurlaub. Wieso also Elektro-Pionier Renault so lange gebraucht hat, um die kultige Marken-Ikone zu elektrifizieren, ist nicht ganz klar, denn der technisch baugleiche Zwilling Smart Forfour wird schon länger als Stromer angeboten. «Wir wollten den Antrieb für den Twingo optimieren und nicht einfach den vom Smart übernehmen», heisst es bei Renault offiziell. Vor allem aber hatte die neue Generation des elektrischen Bestsellers Zoe in der Entwicklung Vortritt.

Sei’s drum, nun ist der elektrische Twingo da, und die Wartezeit hat sich gelohnt. Nicht nur, dass er mit einer grösseren Batterie (22 kWh) eine höhere Reichweite bietet als der Smart – er ist erst noch deutlich billiger als sein technischer Zwilling. Der Twingo Electric steht ab 20'900 Franken in der Preisliste, und Renault gibt darauf noch einen Elektro-Bonus von 2000 Franken – damit ist der kleine Franzose derzeit das günstigste Elektroauto in der Schweiz. Und er ist der Wendigste unter den kleinen Stadtflitzern: Mit einem Wendekreis von unter neun Metern vernascht er die gesamte Konkurrenz.

Wo ist der Knopf für die Schildkrötenpanzer?

Das Resultat ist ein Fahrverhalten, das ein Dauergrinsen verursacht. Hinter dem Steuer fühlt man sich wie im Konsolenspiel Mario Kart. Es fehlt nur der Knopf, um Schildkrötenpanzer abzufeuern. Dank des tiefen Schwerpunkts und den bis zu 45 Grad einschlagenden Vorderrädern wuselt der Twingo wieselflink um Kurven, findet Platz in jeder Parklücke und hängt beim Ampelstart so ziemlich alles ab: Den Spurt auf Tempo 50 absolviert der Franzose mit seinen 60 kW/81 PS in 4,2 Sekunden.

Der kleine Franzose wird wegen seines «Jöh-Faktors» schnell ins Herz geschlossen, erst recht in der rein elektrischen Variante. 
Herzenbrecher

Der kleine Franzose wird wegen seines «Jöh-Faktors» schnell ins Herz geschlossen, erst recht in der rein elektrischen Variante.

Bild: Renault
Der Twingo Electric kommt mit wenigen Bedienelementen aus, dennoch ist alles Nötige an Bord.
Alles klar

Der Twingo Electric kommt mit wenigen Bedienelementen aus, dennoch ist alles Nötige an Bord.

Bild: Renault
Geladen wird nur mit Wechselstrom, aber immerhin mit 22 kW. Strom für 80 Kilometer Reichweite lassen sich so in 30 Minuten nachladen. 
Schnell voll

Geladen wird nur mit Wechselstrom, aber immerhin mit 22 kW. Strom für 80 Kilometer Reichweite lassen sich so in 30 Minuten nachladen.

Bild: Renault

Dass er nach 190 Kilometern (nach WLTP) wieder an die Ladesäule muss, ist bei einem Stadtauto völlig ok. Und dass die Franzosen aus Kostengründen auf schnelles Gleichstromladen verzichten haben und der Twingo mit maximal 22 kW Wechselstrom geladen werden kann, ist ebenfalls kein Problem: Dank einer cleveren Ladelektronik können 75 Prozent aller öffentlichen Gleichstromsäulen genutzt werden. Der Winzling saugt dort in 30 Minuten den Strom für 80 Kilometer, nach einer Stunde sind über 80 Prozent der Batterie voll – und dann kann es weitergehen mit Mario Kart. Aber bitte, auch wenn es verlockend ist: Keine Bananenschalen aus dem Fenster werfen!

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59 Kommentare
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beobachter

18.11.2020, 20:26

die deutschen Hersteller sind um Jahre technisch zurück. Zu lange hat es sich mit Protzautos gut gelebt.

Sunpower

18.11.2020, 19:53

(((o))) (((o))) Lightyear (((o))) (((o))) ☀️ ☀️ ☀️ ☀️ 🔋 🚗 ☀️ ☀️ ☀️ ☀️ (((o))) (((o))) (((o))) (((o))) Tanken mit Licht ☀️ einfach nur sinnvoll ! 👍 Der Solarcar aus Holland

D T

18.11.2020, 13:58

Scheint auch hier gibt es Abstimmungsbetrug, oder wieso gibt es auf einmal soviel positive Likes für Batteriewägeli?