10.12.2019 14:17

Erwartungen an Ducrot«Der neue SBB-CEO muss die Bähnler ernst nehmen»

Er soll mehr Bähnler als Manager sein, Know-how mitbringen und nicht nur befehlen: Das sind die Erwartungen an den neuen SBB-CEO.

von
Raphael Knecht
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Andreas Meyer gibt nach 13 Jahren den Posten als SBB-CEO ab.

Andreas Meyer gibt nach 13 Jahren den Posten als SBB-CEO ab.

Keystone/Laurent Gillieron
Vincent Ducrot, Direktor der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF, tritt die Nachfolge an.

Vincent Ducrot, Direktor der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF, tritt die Nachfolge an.

Keystone/Christian Brun
Laut Karin Blättler, Präsidentin des Verbands Pro Bahn, muss der Bahnbetrieb schnellstmöglich stabilisiert werden. Der neue CEO müsse mehr Bähnler als Manager sein.

Laut Karin Blättler, Präsidentin des Verbands Pro Bahn, muss der Bahnbetrieb schnellstmöglich stabilisiert werden. Der neue CEO müsse mehr Bähnler als Manager sein.

ZVG

Vincent Ducrot wird neuer Chef der SBB. Der Nachfolger von Andreas Meyer dürfte sein Amt als CEO im kommenden Jahr antreten. Diese Erwartungen werden an den neuen Bahnchef gestellt:

Bähnler

Der Bahnbetrieb muss schnellstmöglich stabilisiert und die Sicherheit wieder sichergestellt werden, sagt Karin Blättler, Präsidentin des Verbands Pro Bahn. Ducrots Aufgabe werde es darum sein, etwa für Pünktlichkeit und genügend Lokführer sowie Zugbegleitungspersonal zu sorgen: «Der neue SBB-CEO sollte mehr Bähnler als Manager sein», so Blättler. Ducrot müsse die richtigen Prioritäten setzen, um so die SBB fit in die Zukunft zu führen. Zudem muss er laut Blättler den Kontakt mit Kunden und Mitarbeitern pflegen und den Service Public wieder in den Fokus stellen.

Transparenz

Der neue Chef müsse insbesondere transparent und ehrlich kommunizieren, sagt Giorgio Tuti, Präsident der Schweizer Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV: «Nur so kann er das Vertrauen des Personals in die Konzernleitung zurückgewinnen.» Ducrot sei gut beraten, die Belegschaft wertzuschätzen und eine ordentliche Sozialpartnerschaft zu pflegen. Die Gewerkschaft habe mit Ducrot schon seit Jahren zu tun – er hat laut Tuti eine hohe Sensibilität für den Service Public.

Zuhören

«Der SBB-CEO muss zuhören», sagt Hans-Ruedi Schürch, Zentralpräsident der Lokpersonal-Gewerkschaft SEV-LPV. Bisher sei es der Gewerkschaft eher so vorgekommen, als gebe der SBB-Chef nur vor. Schürch erhofft sich, dass Ducrot eine bessere Mitarbeiternähe pflegt als sein Vorgänger. Grundsätzlich müsse ein SBB-CEO zeigen, «dass er die Bähnler ernst nehmen will».

Know-how

Der neue CEO soll sich mit dem Bahngeschäft nicht nur auskennen, sondern dieses auch fördern: «Wir empfehlen dem neuen CEO, dem Bahn-Know-how gut Sorge zu tragen», sagt Hubert Giger, Präsident des Vereins der Schweizer Lokführer und Anwärter. Ducrot müsse sich aufs Kerngeschäft konzentrieren, damit die Bahn in Zukunft zuverlässig, pünktlich und sicher ist.

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