Kein Gift mehr in Proben : Der Neuenburgersee ist nun wieder «bebadbar» – aber mit Vorsicht!
Publiziert

Kein Gift mehr in Proben Der Neuenburgersee ist nun wieder «bebadbar» – aber mit Vorsicht!

Das Baden im Neuenburgersee ist wieder erlaubt. Es wurden zwar Cyanobakterien im Wasser nachgewiesen. Die Wasserproben, die an verschiedenen Stellen des Sees entnommen wurden, enthielten aber keine Giftstoffe. Dennoch mahnen die Behörden zur Vorsicht.

1 / 3
Im Kanton Neuenburg starben sechs Hunde – Cyanobakterien könnten für den Tod der Tiere verantwortlich sein. Deswegen war das Baden im See in den letzen Tagen mancherorts verboten.

Im Kanton Neuenburg starben sechs Hunde – Cyanobakterien könnten für den Tod der Tiere verantwortlich sein. Deswegen war das Baden im See in den letzen Tagen mancherorts verboten.

Nun haben die Behörden den See wieder freigegeben.

Nun haben die Behörden den See wieder freigegeben.

Die Analysen der Wasserproben zeigten, dass der See keine giftigen Blaualgen (Cyanobakterien) mehr enthält. Dies teilten die Kantone Neuenburg, Freiburg und Waadt heute mit.

Die Analysen der Wasserproben zeigten, dass der See keine giftigen Blaualgen (Cyanobakterien) mehr enthält. Dies teilten die Kantone Neuenburg, Freiburg und Waadt heute mit.

Wegen giftiger Blaualgen war das Baden in Teilen des Neuenburgersees in den letzten Tagen verboten. Nun gibt es gute Neuigkeiten für die bevorstehenden Sommertage: «In Neuenburg ist das Schwimmen wieder erlaubt», teilt die dortige Kantonspolizei am Mittwoch mit. In der Zwischenzeit habe das stürmische und das regnerische Wetter die Lage beruhigt – «die auf der Oberfläche sichtbaren Cyanobakterien sind praktisch verschwunden», versichert die Polizei.

In den letzten Tagen wurden dem Gewässer immer wieder Proben entnommen, untersucht und abgeglichen. . Es wurden zwar Cyanobakterien im Wasser nachgewiesen. Die Wasserproben, die an verschiedenen Stellen des Sees entnommen wurden, enthielten aber keine Giftstoffe.

Kinder und Haustiere müssen vorsichtig sein

So raten die Kantone Neuenburg, Waadt und Freiburg trotz erster Entwarnung nach wie vor zur Vorsicht: «An allen Ufern des Sees sollten Kleinkinder und Haustiere bei heissem Wetter und in stehendem Wasser vorsichtig sein.»

Auch entnommenen Proben in Genfersee, Lac de Joux und Murtensees fielen negativ aus. Das dortige Schwimmen und Plantschen ist also erlaub – «vorbehaltlich der erwähnten Vorsichtsmassnahmen», so die Polizei.

Todesursache der Hunde werden noch abgeklärt

Die Ergebnisse der Tests an den toten Tieren würden erst in einigen Tagen bekannt sein. Die von den ehemaligen Besitzern der Hunde gesammelten Informationen stützten aber die Wahrscheinlichkeit eines Todes durch Aufnahme von Cyanobakterien.

Sollte die Lage in den Gewässern wieder schlimmer werden, werden die Behörden umgehend informieren.

Warnung!

Das sagt die Polizei über die Bakterien

«Cyanobakterien sind ein natürliches Element, das sich bei heißem Wetter vermehren kann, insbesondere in stehendem und flachem Wasser. Die Risiken für die menschliche Gesundheit sind begrenzt. Doch muss kleinere Kindern besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, damit sie nicht das Wasser des Sees trinken und sich z.B. auch kein Sand in den Mund stecken.

Für Haustiere sind Cyanobakterien eindeutig gefährlich und können zum Tod eines Tieres führen, das sie aufgenommen hat. Daher wird bei Hitze und in stehendem Wasser dringend empfohlen, die Tiere nicht schwimmen oder trinken zu lassen.»

(miw)

Deine Meinung