Ausserirdisches Recycling: Der neueste Durstlöscher - Schweiss und Urin
Aktualisiert

Ausserirdisches RecyclingDer neueste Durstlöscher - Schweiss und Urin

Na dann Prost: Die Astronauten in der Internationalen Raumstation (ISS) können neuerdings ihren Durst mit recyceltem Urin und Schweiss löschen.

Zur Einweihung des neuen Systems prosteten sich die drei Astronauten am Mittwoch gegenseitig zu und tranken auf die NASA-Ingenieure, die daran gearbeitet hatten. «Der Geschmack ist grossartig», sagte US-Astronaut Michael Barratt. Auf dem Etikett des Wassers stehe: «Trinkt dies, wenn echtes Wasser mehr als 200 Meilen weit weg ist.»

Das System sammelt den Urin der Besatzung in einem grossen Tank, wo er erhitzt wird. Der entstehende Wasserdampf wird mit Kondenswasser aus Schweiss und Atemluft vermischt und gefiltert. Bei einer sechsköpfigen Besatzung könne das System aus Urin innerhalb von sechs Stunden etwa 22 Liter Wasser gewinnen, erklärte NASA-Sprecherin Marybeth Edeen.

Recycling spart Geld

Mit dem Recycling-System spart die Weltraumbehörde NASA Geld, da sie so weniger Wasser von der Erde zur ISS transportieren muss. Benötigt würde es auch auf möglichen Stützpunkten auf dem Mond oder dem Mars. Es wurde bereits im November mit der Raumfähre «Endeavour» zur ISS gebracht, doch mussten Proben des recycelten Urins zunächst auf der Erde untersucht werden. Ein klemmendes Ventil wurde schliesslich am Montag repariert. (dapd)

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