Der orange Riese sucht nach einem neuen Auftritt

Aktualisiert

Der orange Riese sucht nach einem neuen Auftritt

Migros-Konzernchef Anton Scherrer will den Markenauftritt des Grossverteilers modernisieren. Dagegen formiert sich jetzt interner Widerstand.

«In einem so grossen Unternehmen sind nie alle mit allem einverstanden», sagt Migros-Sprecher Peter Näf gegenüber 20 Minuten. Uneinigkeit besteht momentan darüber, ob die Migros ein neues Corporate Design braucht oder nicht, berichtet die «NZZ am Sonntag».

Geplant sei neben einer «kaum spürbaren» Renovation des orangen M eine klarere Strukturierung der Dachmarke Migros in vier Bereiche: Migros-Genossenschaften, Restaurants und Gourmessa, Marken mit eigenständigem Auftritt wie Micasa und die eigenen Fabriken wie Jowa oder Midor.

120 Millionen Franken will sich Migros-Chef Anton Scherrer den neuen Auftritt kosten lassen. Gemessen am jährlichen Investitionsvolumen der Migros von über 1 Milliarde erscheint der Aufwand bescheiden. Trotzdem seien die grossen Genossenschaften Zürich und Ostschweiz dagegen: Die Kosten seien zu hoch und ein Kundennutzen sei nicht ersichtlich. «Ein Diktat wird es nicht geben», versichert Näf. «Entscheiden wird ein Gremium von 29 Personen.» Und das soll schon in den nächsten Monaten geschehen.

Franco Tonozzi

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