Gary Faulkner: Der Osama-Jäger will eine Belohnung

Aktualisiert

Gary FaulknerDer Osama-Jäger will eine Belohnung

Er zog los, um Osama Bin Laden zu töten. Das Vorhaben scheiterte grandios, trotzdem pocht Gary Faulkner auf einen Anteil am Kopfgeld: «Ich habe das Eichhörnchen aus dem Loch geholt.»

von
meg
«Ich habe das Eichhörnchen aus dem Loch geholt»: Gary Faulkner.

«Ich habe das Eichhörnchen aus dem Loch geholt»: Gary Faulkner.

Gary Faulkner schaffte es bis ins Brumboret-Tal nahe der Grenze zu Afghanistan. Er trug ein Nachtsichtgerät, eine Pistole und ein ein Meter langes Schwert auf sich, als er im Juni 2010 in der pakistanischen Gebirgsregion verhaftet wurde. In diesem Gebiet vermutete der religiöse Eiferer aus Colorado den «meistgesuchten Mann der Welt» in irgendeiner dunklen Höhle. Und dort wollte der Amerikaner mit dem dunklen Vollbart und dem angegrauten Haar seine Mission beenden: Osama Bin Laden zur Strecke bringen.

Das «Team Six» der amerikanischen Elitetruppe Navy Seals ist dem «Rocky-Mountain-Rambo» («New York Daily News») zuvorgekommen. Trotzdem ist Faulkner überzeugt: Er hat den Al-Kaida-Führer auf dem «Tablett serviert». Gegenüber «ABC News» sagte er, er habe entscheidenden Anteil daran, dass der Top-Terrorist sein Versteck in den Bergen verlassen habe. Er habe Bin Laden aus der Höhle gelockt, nur deshalb habe der Terrorfürst geschnappt werden können.

«Ich habe mein Leben riskiert»

Jetzt pocht der «Rocky-Mountain-Rambo» auf eine Belohnung: einen Anteil an den 25 Millionen Dollar, die auf den Kopf von Bin Laden ausgesetzt waren. Es gehe ihm nicht ums Geld, lässt Faulkner verlauten. «Es ging nicht um mich. Ich wollte Gerechtigkeit. Ich bin nicht gierig, aber ich habe alles verkauft, was ich hatte und habe mein Leben aufs Spiel gesetzt.»

Dass Bin Laden bereits seit Jahren in einer Villa in Abbottabad gelebt habe, weist Faulkner entschieden zurück. «Osama hat dort keine verdammten sechs Jahre gelebt.» Er sei es gewesen, der «das Eichhörnchen aus dem Loch geholt hat» («I scared the squirrel out of his hole, he popped his head up and he got capped»).

Gary Faulkners Bruder Scott sagte vor Jahresfrist, nachdem der Bin-Laden-Jäger in die USA zurückgekehrt war: «Er ist nicht krank.»

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