Phil Ramone: Der «Papst der Popmusik» ist tot
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Phil RamoneDer «Papst der Popmusik» ist tot

Der US-Musikproduzent, der Musiker wie Paul Simon, Bob Dylan und Barbra Streisand förderte, ist im Alter von 79 Jahren gestorben.

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US-Musikproduzent Phil Ramone förderte Musiker wie Paul Simon und Barbra Streisand. Am Samstag ist der «Papst der Popmusik», wie Ramone auch genannt wurde, im Alter von 79 Jahren gestorben. Ramone sei seit Wochen wegen einer Aortaerweiterung im Spital behandelt worden, berichtete das Fachmagazin «Billboard». Sein Sohn Matthew bestätigte den Hinschied seines Vaters, ohne nähere Angaben zur Todesursache zu machen.

Er liess Marilyn Monroe gut klingen

Der in Südafrika geborene Ramone verbrachte fast seine gesamte Karriere in New York, wo er zunächst Lieder schrieb, dann als Toningenieur arbeitete und schliesslich 1959 die Studios A&R Recording mitbegründete. Zu Beginn seiner Karriere, in deren Verlauf er 14 Grammys gewann, hatte er für die Tontechnik gesorgt, mit deren Hilfe Marilyn Monroe 1962 ihr «Happy Birthday, Mr. President» für John F. Kennedy hauchte.

Seinen ersten Grammy gewann Ramone 1964 für das Jazz-Bossa-Nova-Album «Getz/Gilberto» von Stan Getz und João Gilberto. Später folgten weitere Auszeichungen, darunter 1975 für Paul Simons Erfolgsalbum «Still Crazy After All These Years».

«Eine grosse Liebe für Musik»

Ramone zeichnete in den Siebziger-Jahren auch verantwortlich für legendäre Aufnahmen wie «Blood on the Tracks» von Bob Dylan oder Billy Joels Alben «The Stranger» und «52nd Street».

In seiner späteren Karriere arbeitete Ramone für unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler wie Barbra Streisand, Rod Stewart, Paul McCartney, Ray Charles, Amy Winehouse, Frank Sinatra, Tony Bennett oder Aretha Franklin. Diese erklärte: «Einer der Grossen der Musik ist gegangen, aber die Melodien werden bleiben.» Und Billy Joel sagte: «Die Musikwelt hat heute einen Giganten verloren.»

Sänger Tony Bennett würdigte Ramone mit den Worten: «Es war eine Freude, mit ihm im Studio zu arbeiten. Er hatte einen wundervollen Humor und eine grosse Liebe für Musik». (sei/sda)

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